Neue Pflanzenabfallverordnung gibt der Verwertung von pflanzlichen Abfällen Vorrang vor der Verbrennung

Srassenlaub
Das Land Niedersachsen hat mit dem Erlass der neuen Pflanzenabfallverordnung die Beseitigung von pflanzlichen Abfällen und Treibseln neu geregelt, um eine optimale Verwertung pflanzlicher Abfälle zu ermöglichen und Gesundheitsbelastungen zu vermeiden. Die neue Pflanzenabfallverordnung ersetzt damit die bis zum 31.03.2014 gültige Brennverordnung.

Mit dem Erlass der Pflanzenabfallverordnung sind neben inhaltlichen Änderungen auch die Zuständigkeiten gegenüber der nicht mehr gültigen Brennverordnung neu geregelt worden. „Die bislang vorgesehene Möglichkeit zur Festsetzung von allgemeinen Brenntagen sieht die neue Verordnung nicht mehr vor“, so der Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebes Michael Hauschke. „Darüber hinaus ist die Zuständigkeit für Entscheidungen und Maßnahmen nach der Pflanzenabfallverordnung auf die Landkreise übertragen worden“, führt Hauschke weiter aus.

Die Zulassung zum Verbrennen von pflanzlichen Abfällen ist zukünftig einer Einzelfallentscheidung durch den Landkreis vorbehalten. Sie ist dann möglich, wenn eine anderweitige Verwertung der pflanzlichen Abfälle bzw. eine Überlassung an den Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Ammerland technisch nicht möglich ist oder wirtschaftlich nicht zugemutet werden kann.

Darüber hinaus kann nach Anzeige beim Landkreis das Verbrennen zugelassen werden, soweit
• ein Befall mit bestimmten Schadorganismen vorliegt oder
• es bei im Wald angefallenen pflanzlichen Abfällen aus Gründen des Forstschutzes oder aus kulturtechnischen Gründen erforderlich ist.

Antragsvordrucke sowie erläuternde Hinweise sind bei den Gemeinden und der Stadt Westerstede erhältlich und werden auf der Internetseite des Landkreises Ammerland bereitgestellt.

Der Abfallwirtschaftsbetrieb weist in diesem Zusammenhang nochmals auf seine umfangreichen Angebote zur Entsorgung von Ast- und Strauchwerk hin. „Neben der dreimal jährlich stattfindenden haushaltsnahen Ast- und Strauchabfuhr, besteht darüber hinaus die Möglichkeit, Ast- und Strauchwerk auf der Zentraldeponie Mansie sowie auf den gemeindlichen Recyclinghöfen kostenfrei zu entsorgen“ ergänzt Hauschke.

Brauchtumsfeuer wie Osterfeuer werden von der Pflanzenabfallverordnung nicht erfasst. Diese sind weiterhin bei der Gemeinde- bzw. Stadtverwaltung anzuzeigen.
 
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