Das interkulturelle Projekt „Orte in der Fremde – Vernetzungen“ im Kreishaus Westerstede – Spracherwerb durch Kunst

Kind beim Kunstprojekt Orte in der Fremde
„Orte in der Fremde – Vernetzungen" lautet der Titel einer Wanderausstellung, die die Sprachlernklassen der Hauptschule Bad Zwischenahn in Kooperation mit dem Oldenburger Verein „Slap – Social land art project“ (Slap) zusammengestellt haben. Die Ausstellung ist jetzt auch im Westersteder Kreishaus angekommen und wird am 5. November um 10 Uhr von Landrat Jörg Bensberg eröffnet.

Das Kunstprojekt der insgesamt 20 Schüler im Alter von zehn bis 16 Jahren, die unter anderem aus Bulgarien, Tschetschenien, Rumänien, Bosnien, dem Sudan, Albanien, Pakistan und Syrien kommen, stellt auf einer Tafel Wege in ihrer neuen Heimat dar und zeigt Netze auf, die sie bereits geknüpft haben. Zusätzlich werden künstlerische Arbeiten der Kinder und Jugendlichen ausgestellt.

„Dieses spannende Projekt unterstützt Kinder von Familien, die aufgrund politischer Verfolgung, wirtschaftlicher Probleme oder durch Kriegswirren nach Deutschland gekommen sind: Über den künstlerischen Zugang wird eine emotionale Öffnung erreicht, die auch den Spracherwerb der deutschen Sprache erleichtert. Der Dialog zwischen den Kindern und Jugendlichen unterschiedlicher Herkunft hilft, Berührungsängste abzubauen und gegenseitige Toleranz und Achtung zu fördern“, betont Ute Fastje, Leiterin des Schul- und Kulturamtes.

Finanziell gefördert  wurde das Projekt von der Hauptschule Bad Zwischenahn, der Erwin-Roeske-Stiftung, der Oldenburgischen Landschaft, der Gemeinde Bad Zwischenahn und vom Landkreis Ammerland.

Fotos: Edda Akkermann, slap e.V.

 


 
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