Ärzte des Bundeswehrkrankenhauses bieten Sprechstunde für Flüchtlinge an

Fluechtlinge Untersuchung
Die medizinische Versorgung der Flüchtlinge in der Sporthalle der BBS wird unter der Woche von Ärzten des Bundeswehrkrankenhauses sichergestellt, die sich dort nach Dienst um die Flüchtlinge kümmern.

Im Sanitätsraum der Turnhalle wurde ein provisorisches Behandlungszimmer für eine tägliche Arztsprechstunde eingerichtet. Viele der mittlerweile knapp 200 überwiegend syrischen und afghanischen Flüchtlinge, die in der Notunterkunft untergebracht sind, sind nicht nur erschöpft, sondern auch gesundheitlich beeinträchtigt oder krank.

Der Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Elmar Vogelsang, zeigt sich besonders erfreut über die rasche und unkomplizierte Hilfe: „Ich hatte nachmittags mit der Chefärztin Dr. Nicole Schilling telefoniert und bereits am nächsten Morgen war mit freiwilligen Ärzten zusammen eine unbürokratische Lösung gefunden worden, die Sprechstunde sicherzustellen“.

Einer der Bundeswehrärzte, Dr. Tristan Sandholtet, berichtete, dass dort täglich ca. 25 bis 30 Patienten untersucht und behandelt werden. Es handelt sich neben Erkältungskrankheiten und fieberhaften Infekten, die sich die Flüchtlinge oft umständehalber auf der Flucht zugezogen haben, seltener um Verletzungen und Frakturen Einige Flüchtlinge leiden aber auch unter chronischen Erkrankungen wie Diabetes mellitus oder Netzhautablösungen.

Unterstützt werden die Ärzte vom Sanitätspersonal des DRK, von Sprachmittlern und einem syrischen Kinderchirurgen, Dr. Mahmoud Ahmed, der mit seiner Familie aus Damaskus geflohen ist. Er hat noch keine deutsche Arztzulassung, unterstützt die Bundeswehrärzte aber bei kinderärztlichen Fragen.

Auf dem Bild sehen Sie einen der Bundeswehrärzte, Dr. Tristan Sandholtet, mit einer syrischen Familie. Auf dem zweiten Bild sehen Sie zusätzlich ganz links im Bild Dr. Mahmoud Ahmed, einen syrischen Kinderarzt.


 
zurück