Erneute Feststellung von Geflügelpest (H5N8) im Landkreis Cloppenburg – Aktuelle Informationen zu bestehenden Restriktionszonen und Stallhaltungspflicht

Am 25.12.2016 wurde in einem weiteren Putenbestand im Landkreis Cloppenburg der Ausbruch der Geflügelpest amtlich festgestellt. Der Bestand mit rund 14.000 Tieren in der Gemeinde Garrel sowie ein Kontaktbetrieb wurden gesperrt und die Puten wurden tierschutzgerecht getötet.

In den Landkreisen Cloppenburg, Oldenburg und Ammerland werden aufgrund dieses weiteren Ausbruchs Restriktionszonen eingerichtet. Im Landkreis Ammerland ist ein Teil der Gemeinde Edewecht von dem einzurichtenden Beobachtungsgebiet betroffen. Nach derzeitigen Erkenntnissen sind im Ammerland 16 Geflügelhaltungen mit etwa 200 Stück Geflügel von den neuen Schutzmaßregeln betroffen.

Die Restriktionszonen, die bereits Ende November nach dem Ausbruch der Geflügelpest in einem anderen Putenbestand im Landkreis Cloppenburg eingerichtet worden waren, können hingegen mit Wirkung vom 29.12.2016 aufgehoben werden. Von den Restriktionszonen waren im Ammerland Teile der Gemeinden Apen und Edewecht betroffen. In vielen Betrieben, die in den Restriktionszonen dieses Ausbruchs liegen, sind in den letzten Wochen durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes des Landkreises Ammerland intensive Kontrollen und zahlreiche Probenahmen durchgeführt worden.

„Im Rahmen dieser Untersuchungen und Probenahmen wurden keine Anzeichen auf Geflügelpest festgestellt. Eine Verschleppung des Virus in weitere Geflügelbestände konnte nicht zuletzt dank der guten Zusammenarbeit mit dem Landkreis Cloppenburg und dem Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit verhindert werden“, so Amtsleiterin Susanne Greiner-Fischer.

Greiner-Fischer weist jedoch ausdrücklich darauf hin, dass der Landkreis Ammerland noch von einem weiteren Geflügelpest-Ausbruch betroffen ist. Am 12.12.2016 wurden bei einer im Landkreis Leer aufgefunden Wildgans hochpathogene H5N8-Viren als Todesursache festgestellt. Die Restriktionszonen, die nach dem Fund der Wildgans eingerichtet wurden, bleiben weiterhin bestehen.

Ein im Landkreis Ammerland am 25.12.2016 bekannt gewordener Verdacht auf H5N8 in einer Hobbygeflügelhaltung wurde indes bei einer sofortigen Vor-Ort-Überprüfung nicht bestätigt.

Deutschlandweit kommt es beinahe täglich zu weiteren H5N8-Nachweisen – hauptsächlich bei Wildvögeln. Aufgrund der milden Witterung sind Wildgänse und Wildenten nach wie vor in Bewegung. Geflügelhaltungen müssen daher weiterhin intensiv vor möglichen Viruseinträgen aus Wildvögelbeständen geschützt werden. Daher bleibt auch die Stallhaltungspflicht für Geflügel im gesamten Landkreis Ammerland weiterhin bestehen.

Aktuelle Informationen sowie Karten der aktuellen Restriktionszonen erhalten Sie hier.
 
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