Ausbruch der Vogelgrippe in der Gemeinde Edewecht amtlich festgestellt– Restriktionszonen werden eingerichtet


Erstmals hat die Vogelgrippe in der hochpathogenen Variante des H5N8-Virus einen Betrieb im Landkreis Ammerland erreicht. In einem Entenbestand mit etwa 33.000 Tieren in der Gemeinde Edewecht ist der Ausbruch der Geflügelpest amtlich festgestellt worden. „Nachdem bereits am 20.03.2017 der Verdacht auf Vogelgrippe bestand, hat das nationale Referenzlabor des Friedrich-Loeffler-Institutes das Ergebnis der Laboruntersuchung nunmehr heute bestätigt“, erläuterte Dr. Vanessa Aust, Amtstierärztin des Landkreises Ammerland. Die Tiere werden derzeit tierschutzgerecht getötet und unschädlich beseitigt.

Aufgrund des Ausbruches sind im Landkreis Ammerland erneut Restriktionszonen einzurichten. Demzufolge wird das Gebiet um den Seuchenbestand mit einem Radius von mindestens drei Kilometern als Sperrbezirk (in der Abbildung rot) festgelegt. Davon sind Teile der Gemeinden Bad Zwischenahn und Edewecht mit 99 Geflügelhaltungen und einer Anzahl von etwa 49.000 Tieren betroffen.

Mit einem Radius von mindestens zehn Kilometern wird aufgrund des neuen Falles ein Beobachtungsgebiet eingerichtet (in der Abbildung blau). Davon sind Teile der Gemeinden Apen, Bad Zwischenahn, Edewecht und Westerstede betroffen. In dem Beobachtungsgebiet befinden sich 359 Geflügelhalter mit circa 108.000 Tieren.

Tierhalter im Sperrbezirk haben dem Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt unverzüglich die Summe der gehaltenen Vögel unter Angabe ihrer Nutzungsart und ihres Standorts mitzuteilen. Weiterhin ist die Anzahl verendeter Tiere sowie jede weitere Änderung anzuzeigen. Gehaltene Vögel, Säugetiere, Fleisch von Geflügel und Federwild, Eier sowie von Geflügel und Federwild stammende sonstige Erzeugnisse und tierische Nebenprodukte dürfen weder in einen noch aus einem Bestand verbracht werden. Für Futtermittel gilt, dass sie nicht aus einem Bestand heraus transportiert werden dürfen.
 
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