Zuführung von Abfallgemischen zu einer Vorbehandlungsanlage

Wenn die genannten Abfallarten aus den erwähnten Gründen nicht getrennt gehalten werden, ist das stattdessen entstehende Gemisch unverzüglich einer Vorbehandlungsanlage zuzuführen (§ 4, Absatz 1 GewAbfV).

In diesen Anlagen findet dann die Sortierung statt, um aus den Abfallgemischen Wertstoffe gleicher Menge und stofflicher Reinheit für das Recycling zu gewinnen.

In diesen Gemischen dürfen aber:
  • Abfälle aus der humanmedizinischen oder tierärztlichen Versorgung und Forschung nicht enthalten sein sowie
  • Bioabfälle und Glas nur enthalten sein, soweit sie die Vorbehandlung nicht beeinträchtigen oder verhindern.


Abfallerzeuger und -besitzer müssen sich bei der Übergabe der Gemische vom Betreiber der Sortieranlage schriftlich bestätigen lassen, dass die Anlage die neuen technischen Anforderungen erfüllt (u.a. Sortierquote mindestens 85 %; Recyclingquote von 30 %, Aussortierung vorgegebener Abfallfraktionen, s. § 6).

Auch die Zuführung zu einer Vorbehandlungsanlage ist ausdrücklich zu dokumentieren.

 


 
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