Zuführung von Abfallgemischen zu Behandlungsanlagen

Wenn die genannten Abfallarten aus den erwähnten Gründen nicht getrennt gehalten werden, sind die Erzeuger und Besitzer der nicht getrennt gehaltenen Abfälle nach § 9, Absatz 1, verpflichtet,
  1. nicht mineralische Gemische, die überwiegend Kunststoffe, Metalle, einschließlich Legierungen, oder Holz enthalten, unverzüglich einer Vorbehandlungsanlage (Sortierung, Zerkleinerung usw.) zuzuführen.
    Beton, Ziegel, Fliesen und Keramik dürfen nur soweit enthalten sein, soweit sie die Vorbehandlung nicht beeinträchtigen oder verhindern.
  2. mineralische Gemische, die überwiegend Beton, Ziegel, Fliesen und Keramik enthalten, unverzüglich einer Aufbereitungsanlage (Herstellung von Gesteinskörnungen als Ersatzbaustoffe) zuzuführen.
  3. Erzeuger und Besitzer von gemischten Bau- und Abbruchabfällen haben diese unverzüglich entweder einer Vorbehandlungs- oder einer Aufbereitungsanlage zuzuführen.

In den Gemischen 1 und 2 dürfen Glas, Dämmmaterial, Bitumengemische und Baustoffe auf Gipsbasis nur enthalten sein, soweit sie die Vorbehandlung oder Aufbereitung nicht beeinträchtigen oder verhindern.

Der Abfallerzeuger muss sich im Vorfeld vom Betreiber der Vorbehandlungsanlage bestätigen lassen, dass eine Sortierquote von mindestens 85 Masseprozent erreicht wird bzw. dass die Aufbereitungsanlage die definierten Gesteinskörnungen herstellt.

Die Zuführung der Abfallgemische zu einer Vorbehandlungsanlage bzw. einer Aufbereitungsanlage ist ebenfalls zu dokumentieren.


 


 
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