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Die Gemeinde Wiefelstede mit ihren Bauernschaften Bokel, Borbeck, Conneforde, Gristede, Heidkamp, Herrenhausen-Hullenhausen, Hollen-Dringenburg, Mansholt, Metjendorf I und II, Mollberg-Lehe, Neuenkruge, Ofenerfeld, Siedlung Heidkamp, Nuttel-Wemkendorf, Spohle, Westerholtsfelde und Wiefelstede I, II und III hat eine Größe von 10.601 ha und zählt 14.800 Einwohner (Stand: 31.12.2006). Das Gebiet der Gemeinde Wiefelstede gehörte im frühen Mittelalter zur Diözese Bremen und war das erste Kirchspiel im Ammerland. Bis zum Ausgang des 16. Jahrhunderts kannte man in der alten Grafschaft Oldenburg nur eine Aufteilung in Vogteien als Vorläufer der späteren Ämter.
Wiefelstede gehörte zur Vogtei Rastede. Um 1577 kam das Gebiet Spohle und Conneforde nach Varel, blieb aber kirchlich mit Wiefelstede verbunden. Seit dem Jahr 1677 war das Amt Oldenburg für Wiefelstede zuständig, aber schon 1699 wechselte die Zuständigkeit zur Landvogtei Neuenburg. Nach der Neuordnung der Verwaltung entstand 1814 das Amt Rastede, dem Wiefelstede zugeordnet wurde. Im Jahre 1879 wurde Wiefelstede jedoch erneut dem Amt Oldenburg zugeordnet. Im Zuge der Verwaltungsreform 1933 wurde das Gebiet der Gemeinde Wiefelstede dem Landkreis Ammerland angegliedert. Bei einer erneuten Gebietsreform sind zum 01.07.1972 die Bauernschaften Spohle, der südliche Teil Connefordes und Hullenhausen/Herrenhausen aus der damaligen Gemeinde Varel-Land in die Gemeinde Wiefelstede umgegliedert worden. Am 01.01.1980 wurde auch der nördliche Teil Connefordes eingemeindet.
Die rege Bautätigkeit zeugt von einer aufstrebenden, auch für Neubürger attraktiven Gemeinde. Wiefelstede als Verwaltungssitz und Mittelpunkt der Gemeinde nahm an dem Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" auf Landes- und Bundesebene teil. In den Jahren 1971 und 1973 erhielt die Gemeinde im Bundeswettbewerb jeweils eine Silbermedaille, und im Landeswettbewerb wurde der Ort 1971 zweiter und 1973 erster Sieger. Am 20.08.1993 ist dem Ort Wiefelstede die Bezeichnung "Staatlich anerkannter Erholungsort" verliehen worden.
Die Gemeinde Wiefelstede liegt mit ihren kleinen, dorfähnlichen Ortschaften eingebettet in die ruhige idyllische Parklandschaft des Ammerlandes. Steigende Besucherzahlen sind der Beweis dafür, dass der Urlauber in der Gemeinde Wiefelstede noch die Beschaulichkeit und Ruhe findet, die er braucht, um sich zu erholen und durch ein großes Freizeitangebot neue Kräfte zu sammeln.
Für Radfahrer ist die Gemeinde Wiefelstede ein wahres Paradies, ist doch das Radeln durch Wälder, Wiesen, Äcker und Moore, entlang kleiner Bäken auf sandigen Wegen oder geklinkerten Straßen das ganze Jahr hindurch ein gesunder Freizeitspaß. Zu sehen sind entlang der ca. 100 km ausgeschilderten Radwanderwege ursprüngliche Natur, schöne alte Bauernhöfe und nicht zuletzt die flammende Blütenpracht der Azaleen und Rhododendronbüsche.
Im Norden der Gemeinde findet man idyllisch gelegene Badeseen, herrliche Wochenendhausgebiete und Campingplätze. Die Gemeinde Wiefelstede entwickelt sich touristisch immer weiter. So wurde 2007 ein „Kletterwald" im nördlichen Teil von Wiefelstede eröffnet. Seit März 2008 verfügt die Gemeinde über eine weitere einmalige Attraktion dem „Blokart“ – ein Strand- und Landsegler spezieller Art.
Auch kulturell hat die Gemeinde einiges zu bieten. Die St. Johanneskirche zu Wiefelstede wurde 1057 erbaut und gilt als Send- und Mutterkirche später errichteter Kirchengemeinden. Die Kirche ist die älteste im Landkreis Ammerland. Die Mauern der Kirche in Wiefelstede aus Ziegelsteinen und Granitfindlingen sowie die Fenster (im westlichen Teil rundbogig, im östlichen Teil spitzbogig) lassen verschiedene Bauperioden vermuten. Der wertvolle, geschnitzte Flügelaltar nach einer Kupferstichpassion Albrecht Dürers aus dem 16. Jahrhundert zeigt im Mittelfeld die Kreuzigung und in 12 kleineren Feldern Kreuzwegstationen.
Ebenfalls direkt im Ort befinden sich das Heimatmuseum mit wechselnden Veranstaltungen sowie das Backmuseum mit alten Utensilien der Backkunst.