Wirtschaft

Molkerei Dringenburg
Molkerei Dringenburg
Hinsichtlich seiner wirtschaftlichen Rahmenbedingungen profitiert der Landkreis Ammerland gleich von mehreren Faktoren: Zum einen ist die Nähe zur attraktiven Großstadt Oldenburg ein spürbarer wirtschaftlicher Vorteil, zum anderen sind die Parklandschaft, das Zwischenahner Meer, und die Nähe zur Nordsee weitere Bedingungen, die zu einer stabilen wirtschaftlichen Gesamtsituation beitragen.

 Dabei kann sich das Ammerland auf einen breiten Branchenmix stützen. Etwa 30 Prozent der Arbeitsplätze befinden sich im produzierenden Gewerbe. Besondere Branchen sind die Ernährungswirtschaft mit den Firmen Meica, Rügenwalder, die Nordmilch und die Milchwerke Ammerland, der Maschinen- und Metallbau, das Bauhauptgewerbe und das Handwerk mit einer Vielfalt an Betrieben. In Relation zur Einwohnerzahl hat das Ammerland mit über 1.600 angemeldeten Unternehmen den höchsten Besatz an Handwerksbetrieben im gesamten Oldenburger Land.

Der Wirtschaftssektor Handel, Gastgewerbe und Verkehr ist mit ebenfalls ca. 30 Prozent ein Wachstumsbereich. Eine große Bedeutung hat mit jährlich mehr als einer Million Übernachtungen der Tourismus. Beliebtestes Reiseziel ist Bad Zwischenahn mit über 600.000 Übernachtungen.

Ebenfalls 30 Prozent der Ammerländerinnen und Ammerländer sind im Bereich der Dienstleistungen beschäftigt. Wichtiger Arbeitgeber sind die Kliniken. Eine hundertprozentige Tochter des Landkreises ist die Ammerland-Klinik GmbH in Westerstede. Über die Ammerland-Klinik und über den Bezirksverband Oldenburg ist der Landkreis des weiteren beteiligt an der Karl-Jaspers-Klinik, einem Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Psychotherapie in Bad Zwischenahn-Wehnen. In Bad Zwischenahn befinden sich die Fachklinik für Rheuma und Rehabilitation und eine onkologische Reha-Klinik, zudem zahlreiche  Kuranlagen mit Beauty- und Wellnesseinrichtungen. In Westerstede befindet sich direkt neben der Ammerland-Klinik das 2008 eröffnete Bundeswehr-Krankenhaus, das mit der Ammerland-Klinik gemeinsame medizinische Bereiche nutzt, organisatorisch aber getrennt bleibt. Diese Form von zivil-militärischer Zusammenarbeit ist bundesweit einmalig.

Die restlichen zehn Prozent der Arbeitsplätze sind im Bereich der Land- und Forstwirtschaft angesiedelt, womit das Ammerland einen landesweiten Spitzenplatz einnimmt. Dieses hängt insbesondere damit zusammen, dass der Strukturwandel innerhalb der Landwirtschaft bei uns hervorragend dadurch aufgefangen wird, dass das Ammerland Zentrum der Baumschulwirtschaft und des Gartenbaus in Deutschland ist. Rund 500 Vollerwerbs- und Nebenerwerbsbetriebe, und damit mehr als 40 Prozent aller niedersächsischen Betriebe dieser Branche, haben ihren Betriebssitz in unserem Landkreis und prägen damit nachhaltig unser Landschaftsbild. Am bekanntesten dürfte sicherlich die Baumschule Bruns sein, die als größte deutsche Exportbaumschule internationale Großprojekte wie den Münchener Flughafen oder den Disneypark in der Nähe von Paris, den Berliner Reichstag so wie den Roten Platz in Moskau mit Pflanzen beschickt.

Die Landwirtschaft im Ammerland ist vorrangig als Grünland-Landwirtschaft mit Milchproduktion sowie in der Rinder- und Schweinemast angesiedelt. Intensivtierhaltungsbetriebe sind eher selten anzutreffen. Im Landkreis Ammerland befinden sich aktuell sieben genehmigte Biogas-Anlagen, zwei weitere befinden sich im Genehmigungsverfahren.

 
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