Frist zur Umnutzung landwirtschaftlicher Gebäude im Außenbereich endgültig aufgehoben

Der Niedersächsische Landtag hat eine Änderung des Nieder-sächsischen Gesetzes zur Durchführung des Baugesetzbuches beschlossen. Mit dem Gesetz wird die Sieben-Jahres-Frist zur Umnutzung ehemals landwirtschaftlich genutzter Gebäude aufgehoben. Das stärkt die Wirtschaftskraft im ländlichen Raum.

Die zuletzt gültige Gesetzeslage sah eine solche Nutzungsänderung zu Wohnzwecken oder zu gewerblichen Zwecken nur dann als zulässig an, wenn die bis dahin privilegierte landwirtschaftliche Nutzung nicht länger als sieben Jahre zurücklag.„Die Aufhebung der Sieben-Jahres-Frist bringt eine deutliche Erleichterung. Eigentümer aufgegebener Hofstellen können künftig ohne Zeitdruck Erhaltungsmaßnahmen und entsprechende Investitionen vornehmen. Die nun beschlossene Änderung wird dabei helfen, zahlreiche Gebäude im Außenbereich wieder einer sinnvollen und wirtschaftlichen Nutzung zuzuführen. Außerdem wird ein wichtiger Beitrag zu einem verringerten Flächenverbrauch geleistet“, freute sich Uwe Caspers, der Leiter des Bauamtes beim Landkreis Ammerland.

Wie bisher gilt weiterhin, dass es sich bei den Gebäuden um erhaltenswerte Bausubstanz handeln muss, die äußere Gestalt des Gebäudes im wesentlichen gewahrt bleiben muss und dass das Gebäude in einem räumlich-funktionalen Zusammenhang mit der Hofstelle stehen muss.

 
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