Achtung Wildwechsel: Landkreis startet Pilotprojekt gegen Wildunfälle

Der Landkreis Ammerland wird zusammen mit der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Oldenburg und Kreisjägerschaft einen Modellversuch zur Reduzierung der Wildunfälle starten.

„Glücklicherweise ist die Zahl der Wildunfälle im Ammerland Im Vergleich zu anderen Landkreisen eher gering und in den letzten Jahren auch nicht erheblich gestiegen. Dennoch sind Maßnahmen zur weiteren Unfallprävention immer einen Versuch wert“, so Ute Fastje, Leiterin des Straßenverkehrsamtes. „Häufig werden Wildunfälle in ihrem Ausmaß unterschätzt. Ein 20 Kilogramm schweres Reh besitzt bei einer Kollision mit Tempo 100 ein Aufschlaggewicht von fast einer halben Tonne! Dementsprechend schwerwiegend können die Folgen sein.“

Deshalb  wurden mit der Landesstraße 825 in den Gristeder Büschen und der L 820 in Herrenhausen zwei Teststrecken ausgewählt, an denen so genannte Wildwarnreflektoren an den Leitpfosten angebracht werden sollen. Beim Auftreffen des Scheinwerferlichts auf eine blaue Reflexfolie wird das Licht in Feld und Wald abgestrahlt und signalisiert den Wildtieren Gefahr und hält sie von der Straße ab.

Der Landkreis und die Jägerschaft werden die Unfallentwicklung mit Wildbeteiligung auf den Probestrecken in den nächsten Jahren besonders sorgfältig beobachten. „Sollten die Zahlen sinken, werden sicher viele Jagdrevierinhaber dem Beispiel folgen und Reflektoren einsetzen“, so Kreisjägermeister Günther Wemken.

 


 
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