Ansprechpartner für die Probleme behinderter Menschen: Behindertenbeirat stellt sich mit Flyer und Website vor

„Wir wollen behindertenpolitische Ziele realisieren und Ansprechpartner sein für die Probleme behinderter Menschen“,  so Dieter Albers, erster Vorsitzender des Behinderten-Beirates in einem Pressegespräch im Kreishaus, bei dem Flyer und Website der Interessenvertretung präsentiert wurden. „Gezielt zu Wort melden wir uns, wenn es darum geht, bei Um- oder  Neubauten öffentlich zugänglicher Gebäude die Barrierefreiheit im Blick zu haben, wenn es um die Beseitigung von Barrieren im öffentlichen Verkehrsraum und in den Köpfen unserer Mitmenschen geht.“

Ein barrierefreies Kreishaus, Ampeln mit Summern für Blinde oder behörlich bestellte Dolmetscher für Gebärdensprache  - diese Brücken im Alltag sind für Behinderte im Ammerland bereits realisiert. „Großbaustellen haben wir im Ammerland offensichtlich  nicht“, freut sich der Sozialdezernent Ingo Rabe. Aber es hapert an den Details: Der Behindertenparkplatz, der zu weit weg vom Eingang liegt, die kleine Kante, die für Rollstühle unüberwindbar ist. "Diese Mißstände sollten uns zugetragen werden, damit wir sie ändern können", so Martina Seebeck, Schriftführerin des Behindertenbeirats, der aus Vertretern der sechs Ammerland-Gemeinden sowie der Lebenshilfe Ammerland besteht. 

"Ein Probem, mit dem wir uns beschäftigen müssen, ist die Unterbringung von geistig behinderten Menschen, die altersbedingt die Werkstätten verlassen müssen. Darauf sind wir aufgrund der demographischen Lücke, die die Euthanasieverbrechen der Nationalsozialisten geschlagen haben, noch nicht vorbereitet", ergänzt Albers. Hier seien nicht nur die Kommunen, sondern auch das Land gefragt.  

Unter http://www.ammerland.de/behindertenbeirat.php finden Sie weitere Informationen.

 

00 - Überschrift 1. Ordnung 5680

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