Karius und Baktus bei Kindergartenkindern und Grundschülern im Rückzug

„Die Mundgesundheit von Kindern und Jugendlichen im Ammer-land hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert“, freut sich die Jugendzahnärztin des Gesundheitsamtes Annerose Weiser nach der Untersuchung von insgesamt 9222 Ammerländer Kindern und Jugendlichen im Schuljahr 2008/2009.

Untersucht wurden alle Kindergartenkinder und Grundschüler sowie ein Teil der Schüler der Klasse 5 bis 10.  Zusätzlich führte ein Team von drei Fachkräften in den Kindergärten und Schulen eine Prophylaxe mit altersgerechtem Zahnputztraining und Aufklärung über zahngesunde Ernährung durch. Bei Kindern mit erhöhter Kariesanfälligkeit wurden mit Zustimmung der Eltern die Zähne der Kinder mit Gel flouridiert.

Der Erfolg ist sichtbar: In den Kindergärten haben 71,6 Prozent der Kinder (Vorjahr: 69,5 Prozent) gesunde Zähne. Das ist der höchste Anteil seit Beginn der Erfassung 1999. Auch die Behandlungsbedürftigkeit der Kindergartenkinder verbesserte sich: Sie sank von 21,36 auf 20,8 Prozent. Auch  Grund- und Förderschüler haben zunehmend gesündere Zähne, so dass Bestwerte von 40 Prozent bzw. 31,7 Prozent erreicht wurden. Der Anteil der Behandlungsbedürftigkeit allerdings stieg bei Grundschülern auf 35 Prozent und bei Förderschüler auf 38 Prozent an. Bei Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen blieb der statistische Vergleich aus, da die Jahrgänge nicht vollständig untersucht wurden.

Auch wenn sich die Zahngesundheit der Ammerländer Kinder insgesamt verbessert hat, gibt es je nach Region Kindergärten, Grundschulen oder weiterführende Schulen, in denen die Ergebnisse weit unter dem Schnitt liegen und sogar jedes zweite Kind behandelt werden muss. „ Daher sind nach wie vor Ernährungsberatung und Anleitung zur guten Zahnpflege wichtige Grundvoraussetzungen, um Karies und anderen Erkrankungen des Kauorgans vorzubeugen“, betont die Jugendzahnärztin.

Der detaillierte Bericht über die Ergebnisse der Zahnuntersuchun-gen bei Kindern und die vom Gesundheitsamt im vergangenen Jahr durchgeführten Prophylaxemaßnahmen ist im Internet unter http://www.ammerland.de/gesundheit.php einzusehen.
 
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