Eine interdisziplinäre Aufgabe: Misshandlung und Vernachlässigung von Kindern aufdecken

Rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer trafen sich im Kreis-haus zur interdisziplinären Tagung „Kindesmisshandlung: Diagnostik und Interpretation“. Dr. med. Yvonne Schulz, Fachärztin am Institut für Rechtsmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover, referierte anhand zahlreicher Fallbeispiele über misshandlungsbedingte Befunde.

Die vom Netzwerk Frühe Hilfen im Ammerland organisierte Tagung führte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den unterschiedlichsten Bereichen zusammen: Vertreter der Ärzteschaft, der Sozialarbeit, der Jugendarbeit, des Gesundheitswesens, der Kinder- und Jugendpsychiatrie, der Schwangerenberatung, der Erziehungsarbeit und Logopädie sowie der Hebammen und Familienhebammen. 

„Die große Resonanz ist ein Zeichen dafür, wie aktuell und wichtig das von uns aufgegriffene Thema ist", freute sich die Kreisgleichstellungsbeauftragte Anja Kleinschmidt. “Wir wünschen uns, dass wir mit dem Vortrag von Frau Dr. Schulz dazu beitragen können, dass Alarmzeichen schneller erkannt und tragische Kinderschicksale somit verhindert werden."

„Unser Ziel als Netzwerk Frühe Hilfen ist, möglichst schnell dort einzugreifen, wo Kinder Schutz brauchen“, betonte auch Ludger Staufenbiel von der Koordinierungsstelle für Familienhebammen und verweist auf die aktuelle Broschüre des Gesundheitsamtes „Institutionelle Hilfen für Eltern und Kinder“, in der alle Akteure, die mit jungen Familien und Kindern arbeiten, aufgeführt werden.

Dieser Kooperationsleitfaden ist im Gesundheitsamt des Landkreises in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Frühe Hilfen entwickelt worden. Alle Berufsvertretungen und Institutionen finden sich auch in einem eigens entwickelten Internetauftritt unter http://www.netzwerk-ammerland.de.vu.

„Institutionelle Hilfen für Eltern und Kinder“ kann außerdem im Internet unter http://www.ammerland.de/gesundheit.php eingesehen oder herunter geladen und kostenfrei im PDF-Format ange-fordert werden. Ansprechpartner ist die Koordinierungsstelle für Familienhebammen unter (04488) 56-5300 (Frau Kuck).

 
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