Ausschuss berät über den Ausbau der Vareler Straße

Die Kreistagsabgeordneten des Straßenbauausschusses verschafften sich im Rahmen einer Straßenbereisung einen Überblick über die Wünsche und Bedenken der Anwohner der Vareler Straße. Der Landkreis Ammerland beschäftigt sich derzeit wie die friesischen Kollegen in Jever mit Ausbauvarianten der Kreisstraße von Linswege nach Altjührden.

„Da ein Ausbau mit einer Verbreiterung der Fahrbahn die Beseitigung einer durchgehenden Baumreihe dieser landschaftstypischen Allee erfordern würde und die Verkehrsbelastung der Kreisstraße eher gering ausfällt, muss ganz genau geprüft werden, ob eine teure Straßenverbreiterung tatsächlich notwendig ist“, stellte Erster Kreisrat Thomas Kappelmann bei dem Treffen fest.

Damit kam er den Bedenken der Anwohner entgegen, die durch eine Verbreiterung der Straße eine zunehmende Verkehrsbelastung und höhere Geschwindigkeiten befürchten.  Einigkeit herrschte darüber, dass zusammen mit dem Landkreis Friesland ein Radwegebau vorangetrieben werden soll. „Wir werden dieses Vorhaben in die Prioritätenliste für Radwegeneubauten einordnen und versuchen, eine gemeinsame Linie mit dem Landkreis Friesland zu finden“, so Kappelmann weiter.

In der anschließenden Ausschusssitzung wurde auf Vorschlag der Verwaltung einstimmig beschlossen, von einem Ausbau abzusehen und dem Kreistag eine Sanierung der Fahrbahn im Rahmen des sogenannten Verschleißdeckenprogramms der kommenden Jahre vorzuschlagen und die Planungen für einen Radwegebau fortzuführen. Nach ersten Schätzungen liegen die Kosten für beide Maßnahmen auf Ammerländer Seite zusammen bei rund. 1,2 Millionen Euro.

Ebenfalls einstimmig wurde auch die Erneuerung der Kreisstraße 117 Westerloyer Straße/Strohen/In der Loge von Mansie nach Westerloy für rd. 360.000 Euro dem Kreistag zum Beschluss vorgeschlagen. In dem Abschnitt wurde 2009 ein Radweg angelegt, der bis auf Restarbeiten abgeschlossen ist. Mit der anschließenden Fahrbahnerneuerung ist der Streckenabschnitt über fast 2,5 Kilo-meter dann komplett fertig gestellt. Eigens für die Beseitigung von Winterschäden an Kreisstraßen und Radwegen sollen weitere 360.000 Euro bewilligt werden, die nach Zustimmung des Kreista-ges für die am schlimmsten betroffenen Strecken eingesetzt werden sollen.


 


 
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