Triefnasser Einsatz im Fintlandsmoor: Besichtigung der Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen

Begehung Fintlandsmoor
Die Mitglieder des Fachausschusses für Landwirtschaft und Umweltschutz des Kreistages, die Bürgermeister von Bad Zwischenahn, Edewecht und Westerstede sowie die Akteure der Natur-schutzstiftung Ammerland brauchten für ihre Arbeit heute Gummistiefel und dichte Regenkleidung: Bei strömendem Regen haben sie sich vor Ort einen Eindruck von den bereits realisierten Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen in den Naturschutzgebieten „Dänikhorster Moor“ und „Fintlandsmoor“ sowie auf den dazwischen liegenden Flächen vor Ort verschafft.

„Ziel ist es, den Wasserstand auf diesen für den Naturschutz wertvollen Flächen anzuheben und dafür den beide Schutzgebiete durchquerenden Dänikhorster Moorkanal anzustauen“, so Hilke Hinrichs, Leiterin des Amtes für Umwelt und Wasserwirtschaft des Landkreises Ammerland. „Dafür muss aber erst einmal die Oberflächenentwässerung so ausgerichtet werden, dass sie an den für den Naturschutz wertvollen Flächen vorbeiführt. Diese wasserbaulichen Maßnahmen leitet die Ammerländer Wasseracht im Auftrage des Landkreises Ammerland.“

Für den Bereich des Naturschutzgebietes „Dänikhorster Moor“ sind die Arbeiten abgeschlossen. Deshalb konnten die Wasserrückhaltungsmaßnahmen hier bereits realisiert werden. Darüber hinaus wurden vom Landkreis Ammerland einige Flächen angekauft, die die Naturschutzgebiete „Dänikhorster Moor“ und „Fintlandsmoor“ verbinden und dadurch weitere Wasserhaltungsmaßnahmen ermöglichen sollen. Für die Realisierung dieser Maßnahmen stehen dem Landkreis 750.000 Euro zur Verfügung, die zu 80 Prozent aus dem ELER-Programm mit Mitteln der EU und des Landes Niedersachsen finanziert werden. Auch die Naturschutzstiftung Ammerland bringt sich finanziell ein.

„Die Abgeordneten  waren sehr zufrieden, wie viel schon geschafft worden ist“, so der Vorsitzende Dieter Ahlers vom Fachausschuss für Landwirtschaft und Umweltausschuss. „Wir konnten uns vor Ort davon überzeugen, dass die für dieses Projekt investierten Mittel offensichtlich gut angelegt sind. Dafür haben wir die widrigen Witterungsverhältnisse bei der Bereisung gerne in Kauf genommen.“

 
 
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