Erste Jugendfilmtage im Ammerland drehen sich um Freundschaft, Liebe, Sexualität und Aids

Die JugendFilmtage 2012, die vom 16. bis zum 18. Juli im Forum der Robert-Dannemann-Schule stattfinden, erhalten viel positive Resonanz. Das ist die Bilanz, die Dr. Elmar Vogelsang, Leiter des Gesundheitsamtes am zweiten Tag der Veranstaltung ziehen konnte. Gleich 1600 Schülerinnen und Schüler aus den weiterführenden Schulen aus Westerstede und Apen hatten sich angemeldet.

Die ersten JugendFilmtage im Ammerland wurden vom Gesundheitsamt des Landkreises Ammerland, der Oldenburgischen AIDS-Hilfe, der Schwangerenberatung des Diakonischen Werkes Ammerland und dem Kinderschutzbund gemeinsam auf die Beine gestellt. Über die Leinwand flimmern die Kinostreifen „Blöde Mütze“, „Sommersturm“, „Anne liebt Philipp“, „JUNO“ und „Same But Different“. Die Themen reichen von Freundschaft, erster Liebe, Sexua-lität, AIDS bis hin zu Teenagerschwangerschaften.

Das Angebot trifft genau den Nerv der jungen Zielgruppe“, zeigte sich Sandra Bergmann, Präventionslehrerin der Robert-Dannemann-Schule Westerstede, von der Veranstaltung überzeugt. „Viele Jugendliche informieren sich über das Internet und stoßen dort auf Halbwahrheiten“, ergänzte Ralf Monsees, Mitarbeiter der Oldenburgischen AIDS-Hilfe. Vor allem das Thema AIDS werde in den Familien selten thematisiert. „Wir wollen Jugendliche vor Dingen bewahren, die sie nicht erleben sollten“, fasst er die Botschaft der Filmtage zusammen.

 Dr. Vogelsang beobachtet trotz steigender Infektionszahlen einen zunehmend sorgloseren Umgang mit dem Thema AIDS. „Die Unwissenheit ist nach wie vor hoch. Hier soll aber keine Frage offen bleiben.“ Deshalb haben die Schülerinnen und Schüler während der JugendFilmtage die Gelegenheit, die Experten der Beratungsstellen nach den Vorführungen mit ihren Fragen direkt zu konfrontieren.

Dr. Vogelsang kündigte an, die Filmtage auch im kommenden Jahr für die weiterführenden Schulen zweier weiterer Gemeinden anzubieten.


 
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