Ausstellung „Huchtinger Geschichtenlandschaft“ im Kreishaus eröffnet

Landrat Jörg Bensberg eröffnete im Kreishaus die Ausstellung „Huchtinger Geschichtenlandschaft: Lebensgeschichten zu Dreh- und Angelpunkten künstlerisch gestaltet“. Bis zum 10. Mai bietet diese Ausstellung während der Öffnungszeiten des Kreishauses den Besuchern Einblicke in ansprechend gestaltete persönliche Aufzeichnungen.

Der Kulturladen Huchting zeigt Holzbohlen, auf  denen Menschen unterschiedlicher nationaler und kultureller Herkunft zwischen 14 und 80 Jahren Dreh- und Angelpunkte ihrer Lebensgeschichte verewigt haben. Aufgezeichnet wurden die Geschichten in einem Workshop für „Kreatives Schreiben“, in dem die Teilnehmer in einem entspannten Zustand ihre Stifte über das Papier gleiten ließen. „Sie ließen sich überraschen von dem, was sich auf dem Papier einfand: Stoff, der ihnen am Herzen lag und mit dem sie das Herz anderer berührten“, so Vera Zimmermann,  Leiterin des Kulturladens Huchting. Die entstandenen Texte wurden bearbeitet und in kalligraphischer Bearbeitung auf  unterschiedlich geformte Holzbohlen gebracht.

„’Wer seine Geschichte nicht erzählen kann, existiert nicht. Es genügt nicht, zu wissen, wer man war. Es muss jemand hören, wer man war’“, zitierte Bensberg den englischen Schriftsteller Salman Rushdie. „Die Geschichtenbretter sind eine spannende Möglichkeit, diese Lebensgeschichten und -fragmente, die so individuell und unterschiedlich sind wie Fingerabdrücke, erzählen zu können.“

Der Landrat bedankte sich bei der „Deutsch-Ausländischen Gemeinschaft Westerstede“, die diese Ausstellung nach Westerstede geholt hat, für ihre gute und wichtige Arbeit: „Die ‚Deutsch-Ausländischen Gemeinschaft Westerstede’ trägt viel dazu bei, dass Menschen, deren Leben durch Krieg, Flucht oder Migration aus den Angeln geraten ist, wieder eine Zentrierung und einen festen Platz in einer neuen Umgebung finden können.“

 


 
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