Gute Beteiligung an der Impfpassleseaktion: „Impfschutz ist die wirksamste Vorsorgemaßname, die wir kennen“

„Impfungen schützen vor vielen schweren Infektionskrankheiten. Sie sind die wirksamste Vorsorgemaßnahme, die wir kennen. Daher führt der Jugendärztliche Dienst des Gesundheitsamtes Westerstede seit 21 Jahren bei den Siebtklässlern im Ammerland eine Impfpassleseaktion durch, um durch  Aufklärung über den individuellen Impfstatus der Kinder einen vollständigen Impfschutz in allen Altersgruppen zu fördern. Bei 1425 Schülerinnen und Schülern wurde der Impfpass gecheckt, von den 64 beteiligten Schulklassen haben acht Schulkassen vollständig an der Aktion teilgenommen“, freute sich Dr. Bernadette Lutt-mann, Kinderärztin im Gesundheitsamt.

Als Belohnung für ihr Engagement wurden diese Schulklassen am Mittwoch ins Kreishaus eingeladen und  –  abhängig von der Schülerzahl – mit 55 bis 95 Euro für die Klassenkasse belohnt.  Zu den Gästen zählten die Eibenhorst-Schule Torsholt, die Goetheschule Westerstede, die Klassen 07b und 07e des Gymnasiums Westerstede, die Klassen 7cR und 7eR der Haupt- und Realschule Edewecht, die Klassen 07b und 07e des Gymnasiums Zwischenahn-Edewecht, die Klasse 7d der Realschule Bad Zwischenahn und die Klasse 07B1 Ko-operativen Gesamtschule Rastede.

„Erfreulich war, dass in diesem Jahr 70 Prozent der Siebtklässler an der Aktion teilgenommen ha-ben. Die Schülerinnen und Schüler, deren Impfpässe Lücken aufweisen, verweisen wir an den Kinder- oder Hausarzt“, so  Dr. Luttmann. „Immerhin 40 Prozent fehlte die Auffrischimpfung des Impfschutzes gegen Kinderlähmung, Keuchhusten, Diphtherie und Tetanus. Darüber hinaus benötigten sieben Prozent der Siebtklässler im Ammerland eine Impfung gegen Masern, Mumps, Röteln und Hepatitis B.“

Die Kinderärztin wies darauf hin, dass die Impfquoten für die im Jahr 2006 von der STIKO neu eingeführte Meningokokken-C-Impfung ausgesprochen niedrig waren. „Da die Infektion lebensbedrohlich ist, empfehlen wir hier in jedem Falle eine Nachholimpfung“. Auch benötigen Jugendliche zwei Impfungen gegen Windpocken, falls eine Er-krankung bislang nicht diagnostiziert wurde. Für die Mädchen steht zusätzlich die HPV-Impfung (Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs) im Alter zwischen 12 und 17 Jahren an.

 
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