"Die Antworten darauf, warum Kinder vernachlässigt werden oder warum ihnen Gewalt geschieht, sind nicht mit einem Satz oder mit dem Hinweis auf eine Ursache zu nennen. Meistens geht es um sehr komplexe Lebensprobleme in Familien, die verstanden werden müssen, um Hilfe anbieten zu können. Ein nachhaltig wirkendes Präventionsprogramm, niedrigschwellige Hilfen und eine bessere Vernetzung aller beteiligten Akteure sind unabdingbare Voraussetzungen zur Vermeidung von Kindesmisshandlungen.
Deshalb haben wir im Ammerland verstärkt Fachkräfte aus unterschiedlichen Disziplinen im Einsatz, die mit werdenden Müttern, jungen Eltern und Kleinstkindern arbeiten. Als Zusammenschluss all dieser Berufsgruppen hat sich das Netzwerk „Frühe Hilfen im Ammerland“ vor einem Jahr gegründet, erstmals gibt es eine Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung im Ammerland. Familienhebammen bieten mit dem Gesundheitsamt ihre Unterstützung für Familien im ersten Lebensjahr des Kindes an und die neueingerichteten Familienservicebüros in allen Gemeinden und beim Landkreis Ammerland dienen als Anlaufstelle für Familien zu unterschiedlichsten Anliegen. Hilfreich in vielen Fragestellungen ist unsere Gleichstellungsstelle und die Koordinierungsstelle Seniorenarbeit mit ihren engmaschigen Netzwerken."
Sozialdezernent Ingo Rabe