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Kleiner Kirchenführer

Die ammerländischen Dorfkirchen gehen teilweise bis auf das 11. Jahrhundert zurück. Eine bemerkenswerte Ausstattung zeigt die St. Ulrichs-Kirche in Rastede (1059). So ist hier eine frühe Münstermann-Kanzel, ein romanisches Sandstein-Taufbecken aus dem 13. Jahrhundert sowie ein gotisches Sandstein-Grabmal für den Grafen Moritz von Oldenburg (gest. 1420) zu bewundern.

In der Kirche zu Wiefelstede (1057) ist vor allem der spätgotische geschnitzte Kreuzigungsaltar (Anfang 16. Jh.) sehr sehenswert. Auch die Kirchen in Bad Zwischenahn und Edewecht sind mit wertvollen Schnitzaltären ausgestattet. In Edewecht sind Wandmalereien aus dem 15. Jh. erhalten. In der Kirche zu Bad Zwischenahn ist eine reichverzierte Kanzel von einem Schüler Ludwig Münstermanns zu entdecken. Auch die reich mit Statuetten und Knorpelornamenten bestückte Kanzel in Apen stammt vielleicht aus der Werkstatt Münstermanns.

Um diese Kirchenschätze zu erhalten, fördert der Landkreis Ammerland Einzelprojekte wie die Sanierung der St. Petri Kirche in Westerstede (13.000 Euro) oder die Christian-Vater-Orgel in Wiefelstede (58.500 Euro in 2009 ).

 


Kirche in Apen
St. Nikolai Kirche in Apen
  •  Apen: St. Nikolai
    Öffnungszeiten: täglich geöffnet, Schlüssel im Gemeindehaus erhältlich (gegenüber der Kirche).
    Führungen:  nach telefonischer Absprache möglich, sowie  durch den Fremdenverkehrsverein Apen 
    Tel. 0 44 89 - 53 41
    Saalkirche des 13. Jahrhunderts.Im Inneren Reste spätgotischer Wandmalereien. Bemerkenswerte Kanzel mit
    Schalldeckel von Ludwig Münstermann (um 1625/30). 
  • Bad Zwischenahn: St. Johannes
    Öffnungszeiten:  täglich 9.00 - 17.00 Uhr  (Chorraum abgeschlossen)
    Führungen:  jeden Montag um 15.30 Uhr, Gruppenführungen nach telefonischer Anmeldung im  Kirchenbüro.
    Tel. 0 44 03 - 93 76 10, Frau Zeil 
    Stattlicher Bau des späten 12 Jahrhunderts mit beeindruckendem Westturm.Im Inneren qualitätsvollen Werke des 16. und 17. Jahrhunderts, darunter einfigurenreicher Kreuzigungsaltar des Meisters von Osnabrück. 
  • Edewecht: St. Nikolai 
    Öffnungszeiten: Schlüssel im Gemeindehaus gegenüber der  Kirche erhältlich, telefonische Anmeldung beim Küster.
    Tel. 0 44 05 - 86 89, www.ev-kirche-edewecht.de
    Der Kernbau stammt aus dem 13. Jahrhundert und wurde im 14. und 16. Jahrhundert erheblich erweitert. Im Inneren bemerkenswerte Gewölbemalereien des späten 15. Jahrhunderts sowie der Kreuzigungsaltar (um 1520/25) aus dem Umkreis von Müstermann. 
  •  Rastede: St. Ulrich mit Sankt-Annen-Krypta 
    Denkmalsplatz, 26180 Rastede
    Tel. 0 44 02 - 987 37 12, Fax. 04402 - 987 37 44, www.ev-kirche-rastede.de , Mail: ev-luth-kirch-rastede@t-online.de
    Von dem 1059 errichteten Bau ist im wesentlichen die Krypta erhalten. Langhaus, Chor und Westturm entstanden Ende des 15.Jahrhunderts. Sehenswerte Ausstattung: Taufstein des 13. Jahrhunderts, Grabmal des Grafen Moritz von Oldenburg, Kanzel von Ludwig Münstermann, Altarretabel des 17. Jahrhunderts.
  • Westerstede: St. Petri
    Öffnungszeiten: Bitte telefonisch erfragen
     Tel. 0 44 88 - 83 0 83, www.servicekirchewst.de, Mail: kirchenbuero.westerstede@kirche-oldenburg.de   
    In mehreren Bauphasen errichtete Saalkirche mit monumentalem Westturm. Im Inneren Reste figürlicher Wandmalereien und eine sehenswerte, z. T. mittelalterliche, Ausstattung. 
  • Wiefelstede: St. Johannes 
    Öffnungszeiten:  Werktags geöffnet von 08.00 - 17.00 Uhr 
     Tel. 0 44 02 - 63  43, www.kirche-wiefelstede.de  
    In der romantischen, später mehrfach erweiterten, Saalkirche hat sich eine sehenswerte Ausstattung erhalten. Hervorzuheben sind der um 1520 entstandene Flügelaltar, die Kanzel von 1644 und die durch Christian Vater im Jahre 1731 gefertigte Orgel.   

 
 
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