Küchen- und Speiseabfälle tierischer Herkunft

Küchen- und Speiseabfälle sind organische Abfälle, die einer Verwertung zugeführt werden müssen.

Im Regelfall können Küchen- und Speiseabfälle pflanzlicher Herkunft aus der Gastronomie (wie Obst-, Gemüse- und Salatabfälle, Kartoffelschalen, Brot usw.) über die Biotonne entsorgt werden.

Ausgenommen von der Entsorgung über die Biotonne sind jedoch Küchen- und Speiseabfälle tierischer Herkunft aus Gastronomiebetrieben und sonstigen Einrichtungen zur Gemeinschaftsverpflegung (z.B. Kantinen) wie Fleisch-, Fisch- oder Geflügelreste, Eier- und Milchspeisen u. ä.

Diese Abfälle sind aus seuchenhygienischen  Gründen über sog. Dranktonnen einer speziellen Behandlung und geeigneten Verwertung über zugelassene Spezialbetriebe zuzuführen und dürfen nicht mehr über die Biotonne entsorgt werden.

Eine Entsorgung über die  Restmülltonne ist ebenfalls nicht zulässig.

Die Grundlage dieser Regelung findet sich im „Tierisches-Nebenprodukte-Beseitigungsgesetz“ (TierNebG) vom 28.01.2004, welches das „Tierkörperbeseitigungsgesetz“ ablöste.
Das TierNebG führte die EU-Richtlinie Nr. 1774/2002 mit Hygienevorschriften für nicht für den menschlichen Verzehr bestimmte tierische Nebenprodukte in das deutsche Recht ein.

Die Verfütterung von Speiseabfällen ist danach zur Verhinderung von Seuchenausbreitungen generell nicht mehr zulässig.

Aus Erfahrung empfiehlt die Abfallberatung die Entsorgung aller organischen Abfälle aus dem Gastronomiebereich über spezielle Verwerterfirmen.

 

 


 


 
zurück