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Bauen & Planen

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Genehmigungsfreie Baumaßnahme

Gemäß § 62 der Niedersächsischen Bauordnung können Sie bestimmte Gebäude und die dazugehörigen Nebenanlagen in bestimmten Bebauungsplangebieten auch ohne Baugenehmigung realisieren.

In diesen Fällen haben Sie als Bauherrin oder Bauherr lediglich vor Baubeginn eine entsprechende schriftliche Mitteilung bei der Gemeinde einzureichen, der die vollständigen Bauvorlagen (zweifach und unterschrieben vom Entwurfsverfasser) und – falls erforderlich – die Nachweise der Standsicherheit und des Brandschutzes beigefügt sind.

Voraussetzungen

Sofern das Bauvorhaben grundsätzlich im Sinne des § 62 NBauO genehmigungsfrei errichtet werden darf,

  • müssen die Festsetzungen des Bebauungsplans eingehalten oder notwendige Ausnahmen, Befreiungen oder Abweichungen bereits erteilt sein,
  • muss die Gemeinde der Bauherrin oder dem Bauherrn innerhalb eines Monats bestätigen, dass die Erschließung im Sinne des § 30 Absatz 1 oder 2 des Baugesetzbuchs gesichert ist und sie eine vorläufige Untersagung nach § 15 Absatz 1 Satz 2 des Baugesetzbuchs nicht beantragen wird,
  • müssen die nach § 65 Absatz 2 Satz 1 zu prüfenden Nachweise der Standsicherheit und des Brandschutzes und, soweit erforderlich, die Eignung der Rettungswege nach § 33 Absatz 2 Satz 3 Halbsatz 2 geprüft und bestätigt worden sein.

Welche Unterlagen werden benötigt?

  • Mitteilung genehmigungsfreies Bauen (über die Gemeinde einzureichen), vollständige Bauvorlagen (zweifach), die von einer Entwurfsverfasserin oder einem Entwurfsverfasser unterschrieben sind
  • wenn erforderlich: Nachweise der Standsicherheit und des Brandschutzes

Für die Entwurfsplanung sind Architektinnen und Architekten beziehungsweise Ingenieurinnen und Ingenieure zuständig, die aufgrund des Architektengesetzes beziehungsweise des Ingenieurgesetzes dazu berechtigt sind. Es wird empfohlen, sich die Planvorlageberechtigung der entsprechenden Person nachweisen zu lassen.

Welche Gebühren fallen an?

Die Gebührenhöhe richtet sich nach der Baugebührenordnung (BauGO) und beträgt 60,00 €.

Welche Fristen muss ich beachten?

Mit der Baumaßnahme darf erst begonnen werden, wenn die Bestätigung der Gemeinde sowie – soweit erforderlich – über die Standsicherheit und des Brandschutzes vorliegt.

Die Baumaßname darf mehr als drei Jahre, nachdem sie zulässig geworden ist oder ihre Ausführung unterbrochen worden ist, nur dann begonnen oder fortgesetzt werden, wenn die Voraussetzungen erneut erfüllt werden.

Rechtsgrundlage

Weitere Informationen

Mit diesem Verfahren wird der Verfasserin beziehungsweise dem Verfasser des Entwurfs eine erhöhte Verantwortung übertragen, da nur diese Person für die Einhaltung der Bauvorschriften verantwortlich ist.

Für die Bauherrin oder den Bauherrn, der grundsätzlich nach § 62 NBauO genehmigungsfrei bauen kann, besteht eine Wahlfreiheit zwischen Genehmigungsfreistellung und Erteilung einer Baugenehmigung.

Formulare