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Ausbildung in der Kreisverwaltung

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Badegewässerqualität Überwachung

Die Badegewässerqualität der Badeseen im Landkreises Ammerland wird ab Beginn der Badesaison (15. Mai) regelmäßig mit Hilfe von Probenentnahmen überwacht. Durch die engmaschige Überwachung der Badeseen kann eine Gefährdung der Badegäste frühzeitig erkannt und nahezu ausgeschlossen werden.
Im zweiwöchigen Rhythmus nimmt das Gesundheitsamt Badewasserproben an den offiziellen Badestellen im Landkreis Ammerland. Die Proben werden auf „Intestinale Enterokokken" und "Escherichia coli“ untersucht. Zusätzlich erfolgt eine Sichtprüfung im Hinblick auf den hygienischen Zustand der Badestelle, beispielsweise zum Ausschluss von Blaualgenbefall, da die Blaualgen beim Verschlucken gesundheitliche Beschwerden hervorrufen können.

In den vergangenen Jahren haben diese Untersuchungen gezeigt, dass die überwachten Badestellen im Landkreis Ammerland über eine sehr gute Wasserqualität verfügen.

Niedersächsischer Badegewässeratlas

Bewertung von Badegewässern

Die EU-Badegewässer-Richtlinie weist vier mögliche Einstufungen aus und unterscheidet zwischen „ausgezeichneter“, „guter“, „ausreichender“ und „mangelhafter“ Badegewässerqualität (siehe Symbole der Europäischen Union).

  • Badegewässer mit „ausgezeichneter“ oder „guter“ Qualität befinden sich in einem stabilen Gleichgewicht und sind damit im Hinblick auf Fäkalien frei von Beanstandungen. In Badegewässern mit „ausreichender“ Qualität können potenziell erhöhte Keimzahlen der mikrobiologischen Parameter auftreten. Für „mangelhafte“ Badegewässer sind aus Gründen des Gesundheitsschutzes angemessene Maßnahmen zur Verminderung, Verringerung beziehungsweise Beseitigung der Verschmutzungsursachen durchzuführen. 
  • Es kann aber auch ein Abraten vom Baden oder aber auch ein Verbot vom Baden ausgesprochen werden, wenn für den Parameter Escherichia coli ein Einzelwert von mehr als 1800 koloniebildende Einheiten (KBE)/100 ml oder für den Parameter Intestinale Enterokokken ein Einzelwert von mehr als 700 KBE/100 ml festgestellt wird. Ein Badeverbot ist eine Bewirtschaftungsmaßnahme an einem Gewässer, um die Badenden keiner gesundheitlichen Gefährdung durch Verschmutzung auszusetzen. Es gibt zeitweilige oder dauerhafte Badeverbote, wobei auf die Verbote beziehungsweise das Abraten vom Baden durch das Aufstellen von Schildern am Badegewässer hingewiesen wird.

Welche Parameter werden untersucht?

Escherichia coli und Intestinale Enterokokken

Bei diesen beiden Bakterienarten handelt es sich um „Indikatorkeime“, die normalerweise bei Menschen und bei Säugetieren in großer Zahl im Dickdarm vorkommen. Durch Menschen und Tiere können aber die unterschiedlichsten Krankheitserreger, wie zum Beispiel Viren, Bakterien, Einzeller und Würmer, direkt mit Fäkalien oder indirekt über Abwässer oder Abschwemmungen in die Badegewässer gelangen. Diese können aber wegen der vielfältigen Möglichkeiten ihres Vorkommens nicht direkt gemessen werden. Da die meisten Erreger über die Aufnahme von fäkalienverseuchtem Wasser mit dem Mund durch Verschlucken übertragen werden, ist es üblich, den Belastungszustand eines Gewässers mit Warmblüterfäkalien über sogenannte "Indikatorkeime" zu bestimmen, welche selbst aber nicht unbedingt Erkrankungen auslösen.

  • Escherichia coli sterben normalerweise in der Umwelt mehr oder weniger rasch ab. Festgestellte Belastungen zeigen somit eine relativ frische Verunreinigung mit Warmblüterfäkalien an.
  • Aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse haben sich auch Intestinale Enterokokken als aussagekräftige Indikatorkeime für das mögliche Vorhandensein von Krankheitserregern erwiesen. Enterokokken kommen vor allem in tierischen Fäkalien in hoher Konzentration vor und können auch länger in der Umwelt überleben. Dadurch kann ihr Nachweis ein Indiz für eine länger zurückliegende Kontamination sein.

Rechtsgrundlage

Anträge / Formulare

Was sollte ich noch wissen?

Bürgerbeteiligung zur Einstufung als EU-Badegewässer

Wenn Sie ein Anliegen zu einer bestimmten Badestelle haben, welche nicht als EU-Badegewässer gekennzeichnet ist und demzufolge nicht von den zuständigen Stellen in hygienischer Hinsicht überwacht wird, können Sie sich an die entsprechend zuständige Stelle wenden.
Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit Anregungen zu geben, Vorschläge zu machen oder Bemerkungen und Beschwerden vorzubringen.

Zur Bürgerbeteiligung finden Sie ausführliche Informationen sowie ein Formblatt zum Download und Ausfüllen auf den Internetseiten des Badegewässer-Atlas Niedersachsen