Sprungziele
Zum Aktivieren des Google-Übersetzers bitte klicken. Wir möchten darauf hinweisen, dass nach der Aktivierung Daten an Google übermittelt werden.
Mehr Informationen zum Datenschutz
Seiteninhalt

Dienstleistungen

A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z   Alle

Pflegekinderdienst

Der Pflegekinderdienst des Landkreises Ammerland befasst sich mit allen Themen des Pflegekinderwesens. Dieses beinhaltet unter anderem die Suche und Auswahl geeigneter Pflegefamilien. Wir beraten und unterstützen Sie bei Ihrem Vorhaben, Pflegefamilie zu werden, gerne auch in einem persönlichen Gespräch.

Im Landkreis Ammerland sind interessierte Menschen immer willkommen.
Wir freuen uns auf Sie!

Warum wird ein Kind zum Pflegekind?

Die Erziehung eines Kindes gehört zu den verantwortungsvollsten Aufgaben im Leben von Eltern. Sich diesen zu stellen ist nicht immer leicht. Manchmal fühlen sich Eltern mit der Erziehung ihres Kindes überfordert oder überlastet aufgrund schwieriger Lebensphasen. Dieses kann zu einer vorübergehenden oder auch dauerhaften Unterbringung eines Kindes führen.
Nicht nur kleine Kinder, sondern auch größere Kinder im Schulalter oder Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigung suchen ein neues Zuhause.

Die Jugendhilfe möchte den Kindern, die nicht mehr in ihrer Herkunftsfamilie leben können, die Möglichkeit bieten, in einer (Pflege)familie aufzuwachsen, die den Bedürfnissen des Kindes gerecht wird.

Wie werde/en ich/wir Pflegefamilie?

Überlegen Sie, ein Kind in Ihrer Familie aufzunehmen? Können Sie sich vorstellen, einem Kind auf Zeit oder auf Dauer ein Zuhause zu geben? Sind Sie bereit, ein Teil der Jugendhilfe zu werden und sich den besonderen Anforderungen des Pflegekinderwesens zu stellen?

Der Pflegekinderdienst berät Sie hierzu gerne in einem persönlichen Informationsgespräch. Nachfolgend haben wir für Sie erste Informationen zusammengestellt:
Pflegefamilie können Verheiratete, unverheiratete Paare, gleichgeschlechtliche Paare und Alleinstehende, sowohl mit als auch ohne Kinder, werden.

Die Bewerbung als Pflegefamilie setzt unter anderem voraus, sich im Vorfeld Gedanken über die Motivation zur Aufnahme eines Kindes zu machen. Gleichzeitig sollte die Pflegefamilie sich bewusst machen, dass die Aufnahme eines Pflegekindes eine Jugendhilfemaßnahme darstellt. Die Dauer eines Pflegeverhältnisses richtet sich somit nach den individuellen Bedürfnissen des Kindes.

Verfahren zur Auswahl der Pflegefamilien

Vor Aufnahme eines Pflegekindes müssen potentielle Pflegefamilien an einem Bewerberverfahren teilnehmen. Der Pflegekinderdienst überprüft die soziale und familiäre Situation, den Gesundheitszustand, Beweggründe und Erziehungsvorstellungen, sowie Lebenserfahrung und Belastbarkeit der zukünftigen Pflegeeltern.

Folgende Unterlagen werden im Verlauf des Überprüfungsverfahrens von dem Pflegekinderdienst eingefordert:

- Bescheinigung über das Vorbereitungsseminar für Pflegeeltern
- Erweitertes polizeiliches Führungszeugnis (§72 SBG VIII)
- Verdienstnachweise
- ärztliches Attest von allen Familienangehörigen
- Lebensberichte der potentiellen Pflegeeltern

Sofern Sie Interesse haben, Pflegefamilie zu werden, nehmen Sie gerne Kontakt mit den zuständigen Fachkräften des Pflegekinderdienstes auf, um ein erstes Informationsgespräch zu vereinbaren und um in das Bewerberverfahren einsteigen zu können.

Aufgaben einer Pflegefamilie

Die Aufgaben einer Pflegefamilie beziehen sich auf die ganzheitliche Förderung und Unterstützung eines Kindes, um diesem eine gute Entwicklung zu ermöglichen. Sie bietet dem Kind ein liebevolles Zuhause und unterstützt es in der Akzeptanz der Herkunftsfamilie und den gemachten Erfahrungen.
Eine Pflegefamilie arbeitet immer zum Wohle des Kindes, sie bietet einen Familienersatz, in dem das Kind so lange verbleibt, wie es für das Kind und die Familie angemessen und möglich ist.

Die Jugendhilfe ist grundsätzlich darauf ausgerichtet, die Ursprungsfamilie wieder zusammen zu führen. Ist eine Rückführung nicht möglich, so ist es das Bestreben, einen guten und regelmäßigen Kontakt zur Herkunftsfamilie zu ermöglichen. Dieses bedeutet für Pflegefamilien, eine neutrale und offene Haltung gegenüber den Herkunftsfamilien einzunehmen. Des Weiteren wird die Biografiearbeit ein stetiger Begleiter im Alltag sein.

Um diese Anforderungen meistern zu können, arbeiten Sie eng mit den Fachkräften des Pflegekinderdienstes und gegebenenfalls weiterer Institutionen zusammen.

An wen muss ich mich wenden?

Möchen Sie Pflegeeltern werden? Dann wenden Sie sich bitte an eine der in der Randspalte aufgeführten Kontaktpersonen.

Pflegekinder werden unter Mitwirkung des Allgemeinen Sozialdienstes vermittelt.