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Der Niedersächsische Weg

Der Niedersächsische Weg

Ob Insekten oder Wiesenvögel, unsere Artenvielfalt ist bedroht. Luftverschmutzung, Klimaveränderungen und Lebensraumverlust sind nur einige der Gründe für gravierende Veränderungen unserer Umwelt.

Mit dem Niedersächsischen Weg wurde im Jahr 2020 ein gemeinsamer Umgang für unsere Natur beschlossen, sozusagen ein Gesellschaftsvertrag. Der Zustand von Natur, Gewässern sowie Tier- und Pflanzenarten soll verbessert werden, der Artenschwund soll gestoppt werden; und das alles bei fairem Ausgleich für die Landwirtschaft. Dafür sprechen sich sowohl die Akteure der Niedersächsischen Landesregierung als auch das Landvolk Niedersachsen, die Landwirtschaftskammer Niedersachsen, der BUND und der NABU aus.

Der Niedersächsische Weg im Ammerland steht dafür, miteinander zu reden und gemeinsam mit konkreten Maßnahmen etwas für unsere Natur zu tun.

Schwerpunkte:

Landesweiter Biotopverbund

Die Umsetzung des landesweiten Biotopverbundkonzepts aus dem Niedersächsischen Landschaftsplan und der Landschaftsrahmenplan des Landkreises Ammerland – Es geht um eine dauerhafte Vernetzung von hochwertigen Naturschutzflächen, beginnend bei den hochwertigen Kernflächen. Elemente dafür sind Fließgewässer, Ufer, Wege, Feldraine, Hecken, Feldgehölze, Alleen, Baumreihen und Ähnliches.

Wiesenvogelschutz und Nestprämie

Ziel des Wiesenvogelschutzprogramms ist die Erhaltung und Entwicklung der Wiesenvögel in Niedersachsen. Entsprechende Flächen, auf denen Wiesenvögel brüten, erhalten ein abgestimmtes Flächenmanagement, ein Monitoring und eventuellen Schutz. Darunter fällt auch die Nestprämie vom Landkreis Ammerland, die aktuell bei 90 Euro liegt.

Insektenschutz (Aktionsprogramm Insektenvielfalt)

Der Artenschwund wird besonders deutlich in den Artengruppen der Insekten. Der Landkreis Ammerland setzt sich in folgenden Bereichen für den Insektenschutz ein: Erhöhung der Strukturvielfalt und ökologische Aufwertung von Lebensräumen, Vernetzung im Biotopverbund, Ausweisung und Management von Schutzgebieten, Gestaltung von Lebensräumen in Siedlungen, Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung. Der Arbeitskreis Blühflächen bietet dafür die Grundlagen. Der Landkreis selbst geht mit gutem Beispiel voran. Es gibt zum Beispiel ein ökologisches Konzept zur Grünflächenpflege am Kreishaus. Dafür wurden Insektennisthilfen errichtet, Blühflächen angelegt und die Grünflächen werden allgemein nachhaltiger und natürlicher gepflegt.

Gebietsbetreuung durch Ökologische Stationen ÖNSOL und ÖKOL

Eine Gebietsbetreuung erfolgt durch die neu eingerichteten ökologischen Stationen ÖNSOL und ÖKOL. Die ÖNSOL kümmert sich in Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde um die Managementmaßnahmen in Natura2000-Gebieten. Das ÖKOL kümmert sich um Maßnahmen außerhalb von Schutzgebieten in den Pufferzonen.

Pflege des digitalen Kompensationskatasters

Ansprechpartner ist Herr G. Gerdes

Öffentliche Flächen als Vorbild

Die landes- und kreiseigenen Flächen sollen bei all dem eine Vorbildfunktion erfüllen. Darunter fallen die Förderung einer klimaschonenden Bewirtschaftung von Grünlandflächen sowie von unseren Mooren (zum Beispiel durch unser Extensivierungsprogramm), Natura2000-Gebiete, Gewässer, Kompensationsflächen und landkreiseigene Flächen. Das Ziel bei verpachteten Flächen ist ökologischer Landbau oder eine nachhaltige Bewirtschaftung. Aber auch eine Reduktion der Flächeninanspruchnahme ist vorgesehen.

Weitere Themen im Rahmen des Niedersächsischen Weges

Weitere Themen im Rahmen des  Niedersächsischen Weges werden von den jeweiligen Fachbehörden wie der Landwirtschaftskammer (Gewässerrandstreifen, Reduktion von Pflanzenschutzmitteln, Beratung der Landwirte zum Biotop- und Artenschutz, Gemeinsame Agrarpolitik, Ausbau ökologischer Landbau), den jeweiligen Gemeinden (eigene Liegenschaften als Vorbild, Reduktion der Flächeninanspruchnahme und Neuversiegelung), den Niedersächsischen Landesforsten (Anpassung des Waldgesetzes) oder dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz übernommen.