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Führerschein: Umtausch - in EU-Führerschein

Seit dem 1. Januar 1999 gilt in Deutschland ein in vielen Einzelheiten geändertes Fahrerlaubnisrecht. Unter anderem ist hierin die Einführung des europaweit einheitlichen Kartenführerscheins geregelt: völlig neue Klassen-Bezeichnungen.
Inhabern alter Führerscheine wird empfohlen, den alten "Lappen" auf Dauer in einen EU-Kartenführerschein umzutauschen.

Der Antrag ist persönlich und schriftlich zu stellen.

Der Bundesrat hat in seiner Sitzung 15.02.2019 den Umtausch von Führerscheinen beschlossen. Dieser vorgezogene gestaffelte Umtausch ist zur Umsetzung europäischer Vorgaben notwendig. Nach der sog. Dritten EU-Führerscheinrichtlinie (Richtlinie 2006/126/EG des Europäischen Parlaments und des Rates über den Führerschein (ABl. L 107 vom 25.4.2015, S. 68)) sind bis zum 19.01.2033 alle vor dem 19.01.2013 ausgestellten Führerscheine umzutauschen. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass alle in der EU noch im Umlauf befindlichen Führerscheine ein einheitliches Muster erhalten, das insbesondere aktuelle Anforderungen an die Fälschungssicherheit erfüllt.

Es handelt sich dabei nur um einen verwaltungstechnischen Umtausch. Ihre Fahrerlaubnis bleibt unverändert bestehen. Zusätzliche regelmäßige ärztliche Untersuchungen oder sonstige Prüfungen sind damit nicht verbunden. Sie bestehen auch weiterhin lediglich für bestimmte Berufsgruppen mit besonderer Verantwortung. Der neu ausgestellte Führerschein wird - unabhängig von der zugrundeliegenden Fahrerlaubnis - auf 15 Jahre befristet. Nach Ablauf dieser Gültigkeit muss ein neuer Führerschein ausgestellt werden. Diese Regelung dient insbesondere der Aktualisierung von Namen sowie des Lichtbildes.


Gegenüberstellung Klassen

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1 A unbeschränkt
1 A A beschränkt
1 B A1
 2 C, CE, T 
2*  D, DE
 3 B, BE, C1, C1E
 3* D1, D1E 
 4
 5
 Mofa Mofa 


*Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung in Kraftomnibussen

Welche Unterlagen werden benötigt?

  • alter Führerschein
  • Personalausweis
  • original Unterschrift auf Behördenvordruck
  • ein Lichtbild (biometrisch), das den Bestimmungen der Passverordnung vom 19. Oktober 2007 (BGBl. I S. 2007, 2386) entspricht
  • eine Karteikartenabschrift der ausstellenden Behörde

 

 

 

Welche Gebühren fallen an?

Umtauschanträge sind bundeseinheitlich mit 24,00 Euro gebührenpflichtig, zzgl. 5,00 Euro bei Direktzusendung durch die Bundesdruckerei.

Welche Fristen muss ich beachten?

Der Umtausch staffelt sich wie folgt:

I. Führerscheine, die bis einschließlich 31. Dezember 1998 ausgestellt worden sind:

Geburtsjahr des Fahrerlaubnisinhabers —Tag, bis zu dem der Führerschein umgetauscht sein muss

  • vor 1953 — 19.01.2033
  • 1953-1958 — 19.01.2022
  • 1959-1964 — 19.01.2023
  • 1965-1970 — 19.01.2024
  • 1971 oder später — 19.01.2025


II. Führerscheine, die ab 1. Januar 1999 ausgestellt worden sind*:

Ausstellungsjahr — Tag, bis zu dem der Führerschein umgetauscht sein muss

  • 1999-2001 — 19.01.2026
  • 2002-2004 — 19.01.2027
  • 2005-2007 — 19.01.2028
  • 2008 — 19.01.2029
  • 2009 — 19.01.2030
  • 2010 — 19.01.2031
  • 2011 — 19.01.2032
  • 2012-18.01.2013 — 19.01.2033


*Fahrerlaubnisinhaber, deren Geburtsjahr vor 1953 liegt, müssen den Führerschein bis zum 19. Januar 2033 umtauschen, unabhängig vom Ausstellungsjahr des Führerscheins.

Nach Ablauf der o.g. Frist wird ihr alter Führerschein ungültig.

Fristen sind zu beachten, wenn man Inhaber der alten Fahrerlaubnisklasse 2 ist. Dann sollte der Kartenführerschein bis zur Vollendung des 50.sten Lebensjahres beantragt sein, damit der Erhalt der Klasse 2 gesichert ist.

Rechtsgrundlage