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07.04.2026

Ölverunreinigung in mehreren Gewässern - Ursache ermittelt

Nach umfangreichen Ermittlungen ist die Ursache einer Ölverunreinigung in mehreren Gewässern im Ammerland geklärt worden. Die Reinigung der betroffenen Abschnitte dauert voraussichtlich noch einige Tage an.

Ende März war die Polizei von einem aufmerksamen Bürger über eine Verunreinigung im Wasserzug von Osterfeld in Ocholt informiert worden. Die alarmierten Einsatzkräfte stellten fest, dass sich das Öl von der Ortschaft Ocholt über den Wasserzug von Osterfeld und die Ollenbäke bis zur Großen Süderbäke in Apen über mehrere Kilometer ausgebreitet hatte. Ermittlungen der Unteren Wasserbehörde des Landkreises Ammerland, der Stadt Westerstede sowie der Umweltgruppe der Polizei Westerstede ergaben, dass auf einem Privatgrundstück versucht worden war, einen nicht mehr genutzten Heizöltank in Eigenleistung zu demontieren und stillzulegen. Dabei trat eine größere Menge Heizöl aus. Dieses gelangte über das Erdreich in einen Regenwassergully und wurde von dort über den Regenwasserkanal in die offenen Gewässer eingetragen. Der Vorfall wurde vom Verursacher nicht gemeldet.

„Der Fall zeigt sehr deutlich, welche erheblichen Folgen unsachgemäße Arbeiten an Heizöltanks haben können – nicht nur für das eigene Grundstück, sondern für ganze Gewässersysteme“, betont Hendrik Lehners, Leiter des Amtes für Umwelt- und Klimaschutz des Landkreises Ammerland. „Arbeiten an Heizöltanks dürfen ausschließlich durch zugelassene Fachfirmen durchgeführt werden. Zudem gilt: Bei Austritt wassergefährdender Stoffe ist unverzüglich die Feuerwehr über den Notruf 112 zu informieren.“

Zur Lageerkundung wurde von der Feuerwehr eine Drohne eingesetzt. Zur Begrenzung der Ölausbreitung wurden insgesamt sechs Ölsperren in den Gewässerabschnitten eingerichtet. Der Einsatz der Feuerwehren dauerte bis in den späten Sonntagnachmittag an. Eine Fachfirma für Ölschadensbekämpfung nahm das verunreinigte Erdreich auf und entsorgte es fachgerecht. Der ebenfalls betroffene Regenwasserkanal wurde gespült, das Öl-Wasser-Gemisch abgesaugt.

Die Polizei hat ein Strafverfahren wegen Gewässer- und Bodenverunreinigung eingeleitet.

Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Apen, Godensholt, Ocholt, Edewecht, Rastede, Hahn, Westerstede, Ocholt-Howiek sowie der Technische Zug Elmendorf.

Autor/in: Anja Küllig, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, E-Mail oeffentlichkeitsarbeit@ammerland.de