Asiatische Hornisse
Asiatische Hornisse im Ammerland
Die invasive Asiatische Hornisse (Vespa velutina) ist inzwischen auch im Landkreis Ammerland nachgewiesen worden. Die Art gilt aufgrund ihrer starken Ausbreitung mittlerweile als etabliert. Eine Gefahr für die Bevölkerung besteht nicht. Der Landkreis bittet Bürgerinnen und Bürger dennoch, Sichtungen und insbesondere Nestfunde zu melden, damit die weitere Ausbreitung möglichst genau dokumentiert werden kann.
Die Asiatische Hornisse ist für Menschen grundsätzlich nicht gefährlicher als die heimische Hornisse. Wer ein Nest entdeckt, sollte dieses jedoch keinesfalls eigenmächtig entfernen. Das Umweltamt vermittelt bei Bedarf den Kontakt zu unseren spezialisierten Hautflüglerberatern. Sie können Nester fachgerecht beseitigen.
Mithilfe bei der Dokumentation
Für eine schnelle Zuordnung sollten Meldungen möglichst folgende Angaben enthalten:
- Fundort und Datum,
- Art des Fundes, soweit erkennbar: Arbeiterin, Königin oder Nest,
- bei Nestfunden möglichst Angaben zum Standort und zur Art des Nestes (Primär- oder Sekundärnest),
- aussagekräftige Fotos oder Videos zur Bestimmung.
Die Asiatische Hornisse ist eine gebietsfremde Art, deren weitere Ausbreitung eingedämmt werden soll. Bisher wurden keine erheblichen negativen Auswirkungen auf die Biodiversität der heimischen Insektenvielfalt festgestellt.
Davon zu unterscheiden sind die streng geschützten heimischen Bienen, Hummeln, Wespen und Hornissen. Sie sind wichtige Bestandteile des Ökosystems und dürfen nicht ohne dringenden Grund beeinträchtigt werden.
Asiatische Hornisse erkennen
Im Vergleich zur heimischen Europäischen Hornisse ist die Asiatische Hornisse kleiner und insgesamt dunkler gefärbt. Auffällig sind insbesondere ihre gelben Beinenden. Für eine sichere Bestimmung sind möglichst aussagekräftige Fotos oder Videos hilfreich.
Der Landkreis bittet darum, verdächtige Sichtungen zu dokumentieren und dem Amt für Umwelt und Klimaschutz zu melden. Von eigenständigen Maßnahmen an Nestern wird ausdrücklich abgeraten.
Während in den vergangenen Jahren noch häufiger Fehlmeldungen eingingen, werden aktuelle Sichtungen im Kreisgebiet inzwischen größtenteils bestätigt. Meist handelt es sich um einzelne Tiere, Nestfunde sind bislang selten. Alle entsprechenden Informationen werden vom Landkreis an den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) weitergeleitet.