Photovoltaikanlagen auf »Kreisdächern«

Klimaschutz beim Landkreis Ammerland obenauf

Der Landkreis Ammerland baut die Photovoltaikanlagen auf den Dächern der kreiseigenen Gebäude stetig aus. Im Juni 2022 wurden auf drei Dachflächen des Kreishauses weitere 162 Module zu den bislang 174 vorhandenen Modulen installiert. Die Gesamtleistung wurde damit nun verdreifacht auf insgesamt 90,33 Kilowatt-Peak (kWp).

Während mit der vorhandenen PV-Anlage bislang jährlich bis fast 3 000 Kilowattstunden in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden konnten, liegt der Schwerpunkt der neuen Anlage auf der Eigennutzung des erzeugten Solarstroms. Der überschüssige Strom soll ins Netz eingespeist werden. Durch die Ausrichtung der Module in Süd-Ost-Richtung kann die Anlage effektiv von frühmorgens bis spätnachmittags Strom produzieren. Resultierend daraus können rund 85 Prozent des Strombedarf der Kreisverwaltung selbst produziert werden.
Die Selbstnutzung des Stroms bringt gegenüber einer Einspeisung ins Stromnetz wirtschaftliche Vorteile, denn der notwendige Stromzukauf kann dadurch erheblich reduziert werden. Im Vordergrund steht allerdings das Bestreben, Strom durch erneuerbare Quellen zu erzeugen, um die fossilen Energieträger nicht weiter auszubeuten und die Umwelt zu schonen.

Auf Initiative der Arbeitsgruppe Klimaschutz, die sich aus je einer Vertreterin beziehungsweise einem Vertreter der Kreistagsfraktionen zusammensetzt, wurden die Mittel für Klimaschutzmaßnahmen nach dem Beschluss des Kreistages im Jahr 2022 deutlich aufgestockt. Mit jenen zusätzlichen Mitteln in Höhe von 325.000 Euro konnten auch auf den Dächern der kreiseigenen Einrichtungen BBS Ammerland, dem Bildungs- und Beratungszentrum (BBZ) und der KVHS Ammerland in Westerstede weitere PV-Anlagen installiert werden. Auf der BBS Ammerland wurden 305 Module und auf den Dächern des BBZ und der KVHS rund 170 Module in Betrieb genommen.