Erntekrone fürs Kreishaus: LandFrauen machen Frauen in der Landwirtschaft sichtbar
Tradition trifft auf ein hochaktuelles Thema – und in diesem Jahr auf ein kleines Jubiläum: Seit 25 Jahren überbringen die LandFrauen dem Landkreis Ammerland eine Erntekrone. Auch in diesem Jahr hat eine Delegation des KreisLandFrauenverbandes Ammerland-Varel Landrätin Karin Harms den kunstvoll gebundenen Ernteschmuck für das Kreishaus überreicht. Passend zum Jubiläum haben die LandFrauen eine „25“ in die Erntekrone eingearbeitet. In den kommenden Wochen wird sie das Foyer schmücken und dort an die Bedeutung der Landwirtschaft für das Ammerland erinnern.
„Die Erntekrone erinnert uns daran, wie eng Landwirtschaft und Ammerland miteinander verbunden sind. Und sie ist für mich jedes Jahr auch ein schöner Anlass, mit den LandFrauen ins Gespräch zu kommen. Sie wissen sehr genau, was die Menschen und die Betriebe im ländlichen Raum bewegt, und bringen diese Themen mit großer Beharrlichkeit in die öffentliche Diskussion ein“, sagte Landrätin Karin Harms bei der Übergabe.
In diesem Jahr stand bei dem Austausch besonders die Rolle der Frauen im Mittelpunkt. Die Vereinten Nationen haben 2026 zum Internationalen Jahr der Frauen in der Landwirtschaft ausgerufen. Ingrid Janßen, Vorsitzende des KreisLandFrauenverbandes Ammerland-Varel, sieht darin ein wichtiges Signal: „Frauen tragen auf unseren Höfen seit Generationen einen großen Teil der Verantwortung – in den Betrieben, in den Familien und im ländlichen Raum. Trotzdem sind sie bei Betriebsleitungen, Hofnachfolgen und in Entscheidungsgremien noch immer deutlich seltener vertreten. Es ist deshalb gut, dass ihre Leistungen in diesem Jahr besonders sichtbar werden. Entscheidend ist aber, dass daraus dauerhaft bessere Chancen und verlässliche Rahmenbedingungen entstehen.“
Auch die Erntekrone selbst steht für mehr als die eingefahrene Ernte. Sie verbindet Dankbarkeit mit dem Bewusstsein, dass landwirtschaftliche Erträge von vielen Faktoren abhängen und keineswegs selbstverständlich sind. Gleichzeitig ist sie Ausdruck der engen Verbundenheit zwischen Landwirtschaft und Region.
Die Landrätin dankte den LandFrauen für die Fortführung der inzwischen 25-jährigen Tradition und für ihr vielfältiges Engagement: „Die LandFrauen geben dem ländlichen Raum seit vielen Jahren eine starke Stimme. Sie bringen Menschen zusammen, greifen gesellschaftliche Themen auf und mischen sich ein. Genau dieses Engagement brauchen wir.“