Hofgut Mollberg erhält Förderung für touristische Weiterentwicklung

Der niedersächsische Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne hat dem Hofgut Mollberg in der Gemeinde Wiefelstede einen Förderbescheid über rund 700.000 Euro übergeben. Anne und Matthias Sudmann entwickeln den bestehenden Betrieb zu einem nachhaltigen Beherbergungsangebot mit insgesamt rund 40 Gästeplätzen weiter. Das Investitionsvolumen beträgt rund 3,2 Millionen Euro. Die Wirtschaftsförderung des Landkreises Ammerland hat das Vorhaben im Zuge der Projektentwicklung und des Förderverfahrens begleitet.

Vorgesehen sind neben dem Umbau des Haupthauses zwei Wiesenchalets und vier Baumchalets, die in die vorhandene Parkanlage integriert werden. Die Unterkünfte sollen durch moderne und klimaschonende Technik ganzjährig nutzbar sein. Bestandteil des Konzeptes ist zudem ein naturnah gestalteter Gartenpark mit altem Baumbestand und Naturbadesee. Für die Außenanlagen wird eine Zertifizierung nach dem DGNB-System für biodiversitätsfördernde Außenräume angestrebt.

„Das Hofgut Mollberg verbindet touristische Wertschöpfung mit den landschaftlichen Besonderheiten des Ammerlandes. Für uns als Landkreis ist es besonders erfreulich, dass unsere Wirtschaftsförderung die Entwicklung eines solchen Vorhabens begleiten und bei der Erschließung von Fördermöglichkeiten unterstützen kann“, erklärt Landrätin Karin Harms. „Das Projekt zeigt, welche Entwicklungsmöglichkeiten gerade auch individuelle und qualitativ ausgerichtete touristische Angebote im Ammerland haben.“

Bei einem Rundgang über die Baustelle informierte sich Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne über den Stand des Projektes. „Es ist schon ein Unterschied, ob man ein Projekt auf einer DIN-A4-Seite vorgelegt bekommt oder es selbst persönlich in Augenschein nehmen kann. Ich bin mir sicher, dass diese Anlage zu einem Best-Practice-Beispiel für nachhaltigen und wertschöpfenden Tourismus in Niedersachsen werden kann“, sagte Minister Tonne.

Das Angebot des Hofguts richtet sich an Gäste, die Wert auf Natur, Ruhe und einen hochwertigen Aufenthalt legen. Das Konzept setzt dabei nicht auf eine hohe Gästezahl, sondern auf eine längere Aufenthaltsdauer und eine entsprechende touristische Wertschöpfung in der Region.

Für Anne und Matthias Sudmann ist das Vorhaben zugleich eine Rückkehr in ihre Heimat. Beide stammen aus Rastede beziehungsweise Wiefelstede und waren zuvor viele Jahre beruflich im Rhein-Main-Gebiet tätig. „Wir haben uns mehr als 20 Höfe in ganz Norddeutschland angesehen und sind sehr froh, dieses Objekt schließlich in unserer alten Heimat gefunden zu haben“, erklärt Matthias Sudmann.