Klimafolgen im Blick: Landkreis unterstützt konkrete Maßnahmen
Die Folgen des Klimawandels und die notwendige Vorsorge gegenüber Hitze, Starkregen und anderen Extremwetterereignissen stehen aktuell verstärkt im Mittelpunkt der politischen und öffentlichen Debatte. Für den Landkreis Ammerland ist die Anpassung an veränderte klimatische Bedingungen bereits seit längerem ein wichtiges Handlungsfeld. Mit einem eigenen Förderprogramm für privates Wassermanagement unterstützt der Landkreis Bürgerinnen und Bürger ganz konkret dabei,ihre Grundstücke widerstandsfähiger gegenüber Starkregen, Trockenperioden und Hitze zu machen.
„Die aktuelle Diskussion auf Bundesebene unterstreicht, wie wichtig es ist, Klimaanpassung ganzkonkret vor Ort umzusetzen. Der Landkreis Ammerland hat deshalb bereits frühzeitig gehandelt undein Förderprogramm auf den Weg gebracht. Damit stärken wir die Eigenvorsorge und leisten zugleich einen Beitrag zu einem lebenswerten und widerstandsfähigen Ammerland“, sagt Landrätin
Karin Harms.
Bereits im Frühjahr 2025 hat der Landkreis dafür Fördermittel in Höhe von insgesamt 120.000 Eurobereitgestellt. Gefördert werden Regenwasserzisternen, Dachbegrünungen und die Entsiegelung befestigter Flächen. Ziel ist es, Regenwasser möglichst dort zurückzuhalten, wo es anfällt, die Versickerung zu verbessern und zugleich einen Beitrag zu einem besseren Mikroklima zu leisten.
„Klimaanpassung ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die vor Ort mit konkreten Maßnahmen beginnt. Mit unserem Förderprogramm unterstützen wir Bürgerinnen und Bürger dabei, Regenwasser aufdem eigenen Grundstück zurückzuhalten, die Versickerung zu verbessern und Flächen klimaangepasster zu gestalten“, erklärt Hendrik Lehners, Amtsleiter des Amtes für Umwelt und Klimaschutz.
Mit dem Förderprogramm greift der Landkreis das Vorsorgeprinzip des Bundes-Klimaanpassungsge setzes auf und setzt es in konkrete Maßnahmen für das Ammerland um. Gleichzeitig entwickelt derLandkreis seine Klimaarbeit strategisch weiter: Ende 2025 hat der Kreistag ein umfassendes Klimaschutzkonzept beschlossen. Darin wird neben der Verringerung von Treibhausgasemissionen auch die Anpassung an bereits spürbare Folgen des Klimawandels in den Blick genommen.
Förderung von Maßnahmen auf eigenen Grundstücken
Förderschwerpunkt I: Regenwasserzisternen
- Regenwasserzisternen mit einem Volumen von 2,00 bis 4,99 Kubikmetern werden mit 300 Euro be
- zuschusst.
- Ab einem Volumen von 5,00 Kubikmetern beträgt der Zuschuss 600 Euro.
Förderschwerpunkt II: Dachbegrünung
- Gefördert werden 25 Prozent der förderfähigen Kosten bis zu maximal 1.000 Euro pro Antrag.
- Die zu begrünende Dachfläche muss mindestens 20 Quadratmeter groß sein.
Förderschwerpunkt III: Entsiegelung
- Gefördert werden 25 Prozent der förderfähigen Kosten bis zu maximal 1.000 Euro pro Antrag.
- Die zu entsiegelnde Fläche muss mindestens 20 Quadratmeter groß sein.
Weitere Informationen zu den Fördervoraussetzungen und zur Antragstellung finden Sie auf der Internetseite.
Für Beratung und Unterstützung steht Ihnen Frau Elisa
beth Wagener unter der Telefonnummer 04488 56-2601 gerne zur Verfügung.