Amphibienwanderung hat begonnen - Vorsicht auf den Straßen
Mit steigenden Temperaturen beginnt im Ammerland die jährliche Amphibienwanderung. Frösche, Kröten und Molche verlassen nun ihre Winterquartiere und machen sich auf den Weg zu den Gewässern, in denen sie selbst geschlüpft sind, um dort zu laichen. Auf dieser Wanderung müssen die Tiere häufig Straßen und Wege überqueren – ein gefährliches Hindernis, das für viele Amphibien zur tödlichen Falle werden kann.
In Rastede engagieren sich daher ehrenamtliche Helferinnen und Helfer des NABU Rastede sowie Anwohnerinnen und Anwohner an mehreren Stellen für den Schutz der Amphibien. An der Parkstraße, am Loyer Weg sowie Am Stratjebusch hat der Bauhof der Gemeinde Rastede bereits Amphibienzäune als Leitsystem entlang der Straßen aufgestellt.
Entlang dieser Zäune werden die Tiere in Eimern gesammelt und anschließend von den Ehrenamtlichen sicher über die Straße gebracht. Koordiniert wird der Einsatz unter anderem von Silke Lorenz. „Besondere Freude bereitet es mir, wenn mich Kindergruppen bei dieser wichtigen Aufgabe begleiten. Das ist Umweltbildung für die Kleinsten – denn man schützt nur, was man kennt“, erläutert Silke Lorenz, Naturschutzbeauftragte des Landkreises Ammerland.
Auch die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Ammerland beobachtet die Entwicklung aufmerksam. „Wir kennen längst nicht alle Wanderwege der Amphibien im Ammerland. Deshalb sind wir dankbar über jede weitere Meldung aus der Bevölkerung“, betont Maria Emler von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Ammerland.
Aufgrund der derzeit feuchten Witterung und der steigenden Temperaturen rechnen Fachleute in den kommenden Tagen mit einer verstärkten Wanderaktivität der Amphibien. „Wir bitten daher Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer um besondere Aufmerksamkeit und um langsames Fahren – insbesondere auf den Straßenabschnitten, an denen Hinweisschilder auf die Amphibienwanderung aufmerksam machen“, so Maria Emler.
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Autor/in: Anja Küllig, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit