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11.08.2025

Erster Spatenstich für Zukunftsprojekt des Klinikzentrums Westerstede 2030 – Minister Dr. Andreas Philippi zu Besuch in Westerstede

Am Freitag, 8. August 2025 fiel der Startschuss für eines der größten Bauprojekte im Ammerland: den Neubau des Klinikzentrums Westerstede. Auf rund 11 200 Quadratmetern entsteht bis 2029 ein hochmodernes Gesundheitsquartier. Das Investitionsvolumen beträgt 233 Millionen Euro, wovon das Land Niedersachsen 130 Millionen Euro beisteuert. Gemeinsam mit Niedersachsens Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi nahmen Hauptgeschäftsführer Axel Weber, Medizinischer Geschäftsführer Dr. Peter Ritter, Landrätin Karin Harms und Generalstabsarzt Dr. Johannes Backus den symbolischen Spatenstich vor und begrüßten zahlreiche Gäste.

„Mit dem heutigen Spatenstich beginnt ein neues Kapitel für die medizinische Versorgung in der Region. Das Land Niedersachsen unterstützt dieses wegweisende Projekt mit 130 Millionen Euro – ein starkes Zeichen für unsere gemeinsame Verantwortung, moderne, wohnortnahe und zukunftsfähige Gesundheitsstrukturen zu stärken“, erklärte Dr. Andreas Philippi. Die Ammerland-Klinik stehe seit Jahren für Qualität und Verlässlichkeit, der Neubau festige ihre Rolle als unverzichtbaren Baustein der Versorgung im Nordwesten. Sein Dank gelte allen, die das Projekt mit Herzblut, Weitsicht und Tatkraft vorantreiben.

Axel Weber betonte, es sei ein bedeutender Tag für Klinik, Landkreis und die Gesundheitsversorgung weit über die Region hinaus. „Damit verbessern wir nicht nur die Infrastruktur des Klinikzentrums und optimieren Wege, wir schaffen auch mehr Raum und investieren in modernste Medizintechnik.“

Auch Landrätin Karin Harms stellte die historische Dimension heraus: „Dieses Bauvorhaben ist nicht der Beginn einer Entwicklung, sondern die konsequente Fortsetzung eines langen Weges: Seit 75 Jahren trägt der Landkreis Ammerland Verantwortung für die Ammerland-Klinik – nicht nur als Träger, sondern als verlässlicher Partner, der kontinuierlich investiert, weitergedacht und modernisiert hat. Heute ist die Klinik von herausragender Bedeutung für unsere Region: als Gesundheitsstandort, als Arbeitgeberin mit exzellentem Ruf und als stabiler Pfeiler der öffentlichen Gesundheitsversorgung, vor allem aber ist sie in kommunaler Hand geblieben. Ein klares Bekenntnis – weil wir überzeugt sind: Gesundheit ist kein Marktprodukt. Sie ist ein Grundrecht.“

Die Planungen für den Neubau haben bereits Jahre zuvor begonnen; 2019 startete offiziell die „Masterplanung Bau“. Inzwischen sind die vorbereitenden Arbeiten weitgehend abgeschlossen. Auf der früheren Parkfläche vor dem Klinikzentrum wird nun das Baufeld eingerichtet. Die entfallenen Stellplätze wurden durch ein neues Parkhaus mit rund 330 Plätzen, das direkt neben dem Haupteingang liegt und über die Hauptzufahrt an der Langen Straße erreichbar ist, ersetzt.

Nach etwa vier Jahren Bauzeit sollen 2029 die ersten Patientinnen und Patienten im Neubau versorgt werden. Der neue Trakt ergänzt die bestehende Klinik und umfasst unter anderem das Notfallzentrum, den Zentral-OP mit 13 Sälen, die Intensivmedizin, die Radiologie sowie einen Hubschrauberlandeplatz. Für die Allgemeinpflege entstehen 176 Betten – ausschließlich in Ein- und Zweibettzimmern. Die räumliche Bündelung dieser Fachbereiche verkürzt Wege und ermöglicht eine noch effizientere interdisziplinäre Zusammenarbeit.

Mit der Inbetriebnahme und dem Umzug der Fachbereiche in den Neubau beginnen umfangreiche Umbauten im Bestandsgebäude. Weber betonte, dass das Ziel sei, auch künftig ein moderner und verlässlicher Gesundheitspartner und Arbeitgeber zu bleiben – und eine Umgebung zu schaffen, in der sich sowohl Patienten als auch Mitarbeitende gleichermaßen wohlfühlen.

Weitere Informationen und Hintergründe zum Projekt und den aktuellen Baufortschritt mittels Webcam stellt die Ammerlandklinik auf ihrer Website bereit:
Gesundheitsquartier Ammerland 2030