Kein Salz im privaten Winterdienst - umweltfreundliche Alternativen nutzen
Der Landkreis Ammerland setzt im Winter bewusst auf einen sparsamen Einsatz von Streusalz. Gestreut wird nur dort und nur in dem Umfang, wo es aus Gründen der Verkehrssicherheit notwendig ist. Hintergrund sind die bekannten Umweltfolgen: Salz, das über Straßen- und Wegränder in die Umwelt gelangt, verunreinigt Gewässer und schädigt Bäume, Wiesen sowie tierische Lebensräume. Auch Hunde reagieren häufig empfindlich auf salzhaltige Nässe, die Reizungen an den Pfoten verursachen kann.
Im privaten Bereich ist das Streuen von Salz gesetzlich verboten. „Für private Wege und Grundstücke eignen sich Sand oder Kalkstein. In letzter Zeit wird zudem vermehrt über Maisspindelgranulat als umweltfreundliche Alternative berichtet“, erklärt Maria Emler vom Amt für Umwelt und Klimaschutz des Landkreises Ammerland. Das Material wird aus zerkleinerten Maiskolben hergestellt, bleibt auch bei Feuchtigkeit stabil und kann anschließend kompostiert oder als Dünger wiederverwendet werden.
„Ein maßvoller Umgang mit Streumitteln ist ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Natur und der Artenvielfalt. Oft reicht es aus, nur die wirklich notwendigen Flächen zu streuen“, unterstreicht Maria Emler.