Nicht aufräumen hilft: So kommen Tiere gut durch den Winter
Ungemähte Wiesen, Stauden und Laub bieten zahlreichen Tieren in der kalten Jahreszeit wichtige Rückzugsorte. Um die Natur und die Artenvielfalt zu schützen, lässt der Landkreis Ammerland rund um das Kreishaus bewusst Pflanzen stehen und verzichtet auf einen vollständigen Rückschnitt.
In abgestorbenen Pflanzenteilen, hohlen Stängeln und unter Laub überwintern viele Insekten – eingerollt in Blättern oder verborgen als Ei, Puppe oder Raupe. Auch die Samen verblühter Pflanzen sind eine wertvolle Nahrungsquelle. Der Zitronenfalter etwa übersteht den Winter dank eines körpereigenen Frostschutzmittels gut geschützt in Baumritzen oder an Ästen und erwacht erst im Frühjahr wieder aus seiner Winterstarre. Eine geschlossene Pflanzendecke und Laub halten zudem den Boden warm und bieten Kleinsäugern und Vögeln einen geschützten Unterschlupf.
„Was im Winter aufgeräumt aussieht, ist für viele Tiere alles andere als einladend“, betont Maria Emler vom Amt für Umwelt und Klimaschutz. „Mit wilden Ecken, nicht zurückgeschnittenen Stauden und Laub können alle einen einfachen, aber wirksamen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leisten.“