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16.12.2025

Nordwestdeutschland fordert verlässliche Bahnanbindung - Einschränkungen im Jahr 2026 gefährden Erreichbarkeit der Region

Initiiert von der Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung der Freien Hansestadt Bremen Özlem Ünsal haben kommunale Mitglieder der Metropolregion Nordwest ein gemeinsames Schreiben an die Deutsche Bahn AG sowie an das Bundesministerium für Verkehr gerichtet und damit geschlossen ein deutliches Signal nach Berlin gesendet.

In dem Schreiben bringen die Unterzeichnenden ihre große Sorge über die ab 2026 geplanten Einschränkungen im Fernverkehr zum Ausdruck, die zu einer erheblichen Verschlechterung der Erreichbarkeit des Nordwestens führen würden.

Betroffen sind insbesondere folgende Verbindungen:

  • Die Linien ICE 16 (Bremen – Hannover – Berlin) und ICE 26 (Bremen – Hannover – Frankfurt/Karlsruhe) werden auf dem Abschnitt Bremen – Hannover für einen Zeitraum von rund zweieinhalb Monaten vollständig ausgesetzt.
  • Die Taktung der IC-Linie 56 (Emden – Leipzig) wird erheblich reduziert.
  • Der IC-Fernverkehr nach Bremerhaven wurde bereits eingestellt.

Aus Sicht der kommunalen Ebene ist diese Entwicklung nicht hinnehmbar. Karin Harms, Landrätin und Mitglied der Metropolregion Nordwest, betont: „Nach dem Chaos rund um die Huntebrücke ist jedes weitere Abhängen des Nordwestens politisch nicht erklärbar. Wer so plant, verspielt Vertrauen – und gefährdet Mobilität, Wirtschaft und Klimaziele gleichermaßen.“

Vor diesem Hintergrund fordern die Unterzeichnenden von der Deutschen Bahn AG sowie vom Bund als Eigentümer insbesondere:

  • zusätzliche Fernverkehrstrassen zwischen Emden und Hannover,
  • abgestimmte Ersatzverkehre und direkte Anschlüsse am Knoten Hannover,
  • eine deutlich bessere Koordination von Bauprojekten und Fahrplanplanung.

„Eine solche Situation ist für eine wirtschaftlich starke Region mit weit über zwei Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern nicht hinnehmbar. Der Nordwesten Deutschlands darf nicht vom Fernverkehr abgekoppelt werden – weder im Hinblick auf die Daseinsvorsorge noch auf die Ziele des Deutschlandtakts. Wir fordern die Deutsche Bahn AG und den Bund als Eigentümer daher eindringlich auf, kurzfristig belastbare Lösungen zu entwickeln, um die Erreichbarkeit des Nordwestens auch während der Bauphasen zu sichern“, fasst Eduard Dubbers-Albrecht, erster Vorsitzender der Metropolregion Nordwest, die regionale Position zusammen.