Turmfalken-Nachwuchs am Kreishaus erfolgreich aufgezogen
Erfolg für den Artenschutz am Kreishaus des Landkreises Ammerland: Der vor einigen Jahren angebrachte Turmfalkenkasten wurde in diesem Jahr erstmals erfolgreich zur Brut genutzt. Vier junge Turmfalken sind dort geschlüpft und inzwischen flügge geworden.
In den vergangenen Tagen waren die Jungvögel regelmäßig auf dem Dach des Kreishauses in der Nähe des Nistkastens zu beobachten. Dort wurden sie weiterhin von ihren Elterntieren versorgt, bevor sie nun nach und nach selbstständig werden.
Der Turmfalkenkasten war Anfang 2020 am Kreishaus angebracht worden. „Ziel war es, den streng geschützten Greifvögeln einen geeigneten Brutplatz zu bieten und gleichzeitig einen natürlichen Beitrag zur Regulierung der Taubenpopulation rund um das Kreishaus zu leisten“, informiert Ralf Vatterodt, Eigenbetrieb Immobilienbetreuung.
„Dass der Nistkasten nun angenommen wurde und gleich vier Jungvögel erfolgreich aufgezogen werden konnten, ist eine sehr erfreuliche Entwicklung“, unterstreicht Sarah Höbel, Sachgebietsleitung Naturschutz im Amt für Umwelt und Klimaschutz. „Der Bruterfolg zeigt, dass auch mit vergleichsweise einfachen Maßnahmen ein wertvoller Beitrag zum Artenschutz geleistet werden kann.“ Sie hofft, dass der Nistkasten auch in den kommenden Jahren wieder von Turmfalken als Brutplatz genutzt wird.
Der Turmfalke gehört zu den häufigsten Greifvögeln Deutschlands. Er brütet bevorzugt in Nischen an Gebäuden, Kirchtürmen oder Felswänden und nimmt künstliche Nistkästen gerne an, wenn geeignete Brutplätze fehlen. Auf seinem Speiseplan stehen vor allem Mäuse, aber auch kleinere Vögel und Insekten.