Neue Betreiber, mehr Fahrten, moderne Busse: AMobil startet im südlichen Ammerland
Ab dem 1. August 2026 beginnt für den öffentlichen Personennahverkehr im südlichen Ammerland ein neues Kapitel: Die Verkehrsunternehmen Hilgen und Wilmering übernehmen gemeinsam unter dem Namen AMobil den Betrieb des Linienbündels Ammerland Süd. Die Bietergemeinschaft erhielt im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung den Zuschlag für die kommenden zehn Jahre.
Der Auftrag umfasst neben dem öffentlichen Linienverkehr auch die Schülerbeförderung in den Gemeinden Edewecht und Bad Zwischenahn. Insgesamt werden im Linienbündel jährlich rund 1,3 Millionen Fahrplankilometer zurückgelegt.
„Mit dem Betreiberwechsel investieren wir nicht nur in moderne Busse, sondern vor allem in ein besseres Angebot für die Menschen im südlichen Ammerland“, sagt Landrätin Karin Harms. „Mehr Verbindungen, ein dichterer Takt und ein moderner Fuhrpark machen den Nahverkehr attraktiver und stärken die Mobilität im ländlichen Raum.“
Ralf Denker, Erster Kreisrat und zuständiger Dezernent für den öffentlichen Personennahverkehr, ergänzt: „Die neue Vergabe verbindet regionale Verbundenheit mit langjähriger Erfahrung im Linienverkehr. Mit Hilgen und Wilmering haben wir zwei starke Partner gewonnen, die den Nahverkehr gemeinsam mit uns zuverlässig und zukunftsorientiert weiterentwickeln werden.“
Mit der Neuvergabe des Linienbündels setzt der Landkreis die kontinuierliche Weiterentwicklung des öffentlichen Personennahverkehrs im Ammerland fort.
Rund 40 Fahrzeuge für das südliche Ammerland
Für den Betrieb des Linienbündels stehen künftig rund 40 Fahrzeuge zur Verfügung. Der überwiegende Teil der Flotte ist fabrikneu. Zum Einsatz kommen sieben Midibusse, 15 Standardlinienbusse, vier 18 Meter lange Gelenkbusse mit besonders hoher Platzkapazität sowie zehn Doppeldecker, die überwiegend für die Schülerbeförderung vorgesehen sind. In den kommenden zwei Jahren wird die Flotte zudem um zwei batterieelektrische Busse ergänzt.
„Als Ammerländer Familienunternehmen sind wir stolz darauf, den Nahverkehr in unserer Heimat mitgestalten zu dürfen“, sagt Wolfgang Hilgen, Geschäftsführer des Unternehmens Hilgen. „Gemeinsam mit unserem Partner Wilmering möchten wir den Menschen einen zuverlässigen Service und moderne Mobilität bieten.“
Auch Markus Kleine Sextro, kaufmännischer Leiter der Wilmering-Gruppe, blickt dem Betriebsstart mit Vorfreude entgegen: „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dem Landkreis Ammerland und unserem Partner Hilgen. Unser gemeinsames Ziel ist ein qualitativ hochwertiger und komfortabler Nahverkehr. Mit unserer Erfahrung und einer leistungsfähigen Fahrzeugflotte möchten wir dazu beitragen, den ÖPNV im südlichen Ammerland noch attraktiver zu machen.“
Mehr Verbindungen auf den Linien 375 und 380
Mit dem Betreiberwechsel treten mehrere Verbesserungen im Fahrplan in Kraft. Die Linie 375 verbindet künftig montags bis samstags Jeddeloh II, Husbäke, Edewecht, Portsloge und Bad Zwischenahn – sowohl während der Schulzeit als auch in den Ferien. In Bad Zwischenahn bestehen direkte Anschlüsse an die Bahnverbindungen nach Oldenburg sowie an die Buslinie 350 nach Westerstede. Auch in der Gegenrichtung sind die Fahrpläne aufeinander abgestimmt.
Die bereits stark nachgefragte Linie 380 verkehrt künftig zwischen Edewecht und Oldenburg im Halbstundentakt. Dadurch entstehen zusätzliche Fahrtmöglichkeiten insbesondere für Pendlerinnen und Pendler, Schülerinnen und Schüler sowie Freizeitreisende. Zudem wird die neue Haltestelle „Edewecht, Industriestraße“ eingerichtet, die das nördliche Gewerbegebiet besser an den öffentlichen Nahverkehr anbindet.
Da die Linie 380 über Kreis- und Verbundgrenzen hinweg verkehrt, gelten unterschiedliche Tarife.
Die Preise in diesem sogenannten Übergangstarif sinken künftig. So kostet ein Einzelticket von Barßel nach Edewecht künftig 4,40 Euro statt bisher 7,70 Euro.
Die bisherige Linie 377 rund um das Zwischenahner Meer wird dagegen eingestellt. Eine Auswertung der Fahrgastzahlen hatte ergeben, dass das Angebot nur sehr selten genutzt wurde.
„Mit den Angebotsverbesserungen auf den Linien 375 und 380 wird eine zentrale Forderung des Nahverkehrsplans 2023 bis 2027 für das Zielnetz im Landkreis Ammerland umgesetzt“, erklärt Reiner Bick, stellvertretender Geschäftsführer des Zweckverbandes Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen. „Damit entsteht ein deutlicher Mehrwert für die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis.“
Weitere Informationen zu den Fahrplänen gibt es unter sowie in der FahrPlaner-App.