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24.07.2026

Tourismus im Ammerland bleibt starker Wirtschaftsmotor - Radtourismus als Wachstumstreiber

Der Tourismus ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor im Landkreis Ammerland und sichert Einkommen und Arbeitsplätze in der Region. Das zeigen die Ergebnisse der Studie „Wirtschaftsfaktor Tourismus für den Landkreis Ammerland 2025“, die das Deutsche Wirtschaftswissenschaftliche Institut für Fremdenverkehr (dwif) im Auftrag des Landkreises Ammerland erstellt hat.

Demnach wurde im Ammerland durch den Tourismus ein Gesamtumsatz von rund 316,1 Millionen Euro erzielt. Grundlage dafür waren insgesamt 6,46 Millionen touristische Aufenthaltstage. Einen erheblichen Anteil daran hatte der Tagestourismus, auf den ein Umsatz von rund 148,5 Millionen Euro entfiel.

Die touristische Wertschöpfung belief sich auf rund 156,8 Millionen Euro. Das entspricht einem Zuwachs von 18,4 Prozent gegenüber der vorherigen Erhebung. Im Vergleich mit den weiteren an der Studie beteiligten Landkreisen verzeichnete das Ammerland damit die stärkste Entwicklung. Dort lagen die Zuwächse zwischen 11,6 und 15,7 Prozent.

Auch für den Arbeitsmarkt hat der Tourismus eine große Bedeutung. Die touristische Nachfrage entspricht rechnerisch einem Beschäftigungsäquivalent von rund 5.055 Personen, die daraus ein regional- und branchenspezifisches Einkommen beziehen.

Darüber hinaus trägt der Tourismus zum Steueraufkommen bei. Nach Schätzung des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr (dwif) ergeben sich allein aus Mehrwert- und Einkommensteuer rund 29,4 Millionen Euro. Einnahmen aus Grund-, Gewerbe- und Zweitwohnungssteuer sowie aus der Kurtaxe in Bad Zwischenahn sind dabei noch nicht berücksichtigt.


Radtourismus prägt das touristische Angebot

Ein wichtiger Bestandteil des touristischen Angebots im Ammerland ist der Radtourismus. Die gut ausgebaute Infrastruktur und die besondere Park- und Gartenlandschaft bieten dafür günstige Voraussetzungen.

„Eine faszinierende grüne Parklandschaft ganz entspannt vom Fahrradsattel aus zu erleben – das macht den Radurlaub bei uns so besonders“, sagt Landrätin Karin Harms.

Die Radverkehrszählungen in Apen und Bad Zwischenahn belegen die hohe Nutzung der Strecken. Im Jahr 2025 wurden an der Hengstforder Mühle in Augustfehn 23.730 Radfahrende registriert. Am Jagdhaus Eiden in Bad Zwischenahn waren es 112.364. Die bisherigen Zählungen für 2026 bewegen sich auf einem vergleichbaren Niveau.

„Mit unseren 15 Themenrouten, der Ammerlandroute und dem klar strukturierten Knotenpunktsystem bieten wir Radfahrerinnen und Radfahrern ein verlässliches und hochwertiges Angebot“, erklärt Frank Bullerdiek, Leiter der Ammerland-Touristik. „Ein besonderes Qualitätsmerkmal ist der gute Pflegezustand der Strecken und der Beschilderung. Dafür sorgen unsere ADFC-Routenpatinnen und -paten gemeinsam mit unserem Schilderwart.“


Park- und Gartenlandschaft als besonderes Reiseerlebnis

Die charakteristische Ammerländer Parklandschaft trägt wesentlich zur Attraktivität der Region bei. Rhododendronparks, Baumschulflächen und zahlreiche gepflegte private und öffentliche Gärten prägen das Landschaftsbild entlang der Radwege und bieten vielfältige Möglichkeiten für Pausen und Ausflüge.

Ein touristisches Aushängeschild ist der Park der Gärten in Bad Zwischenahn. Deutschlands größte Mustergartenanlage zieht jedes Jahr zahlreiche Gäste an und lässt sich gut in Radtouren durch die Region einbinden.

Die Verbindung von aktiver Erholung, gut ausgebauten Radwegen und der besonderen Gartenkultur ist ein wichtiger Bestandteil des touristischen Profils des Ammerlandes. Investitionen in die Infrastruktur stärken damit nicht nur die Betriebe und touristischen Einrichtungen vor Ort, sondern erhöhen zugleich die Aufenthalts- und Lebensqualität für Gäste und Einheimische.